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23.10.2012

16:49 Uhr

Nachfolger für Zeitz

PPR-Manager Palus wird Verwaltungsrats-Chef bei Puma

Es wird kein Kinderspiel für Jean-François Palus: Ab Dezember wird der PPR-Manager Jochen Zeitz als Verwaltungsratschef bei Puma nachfolgen. Der Sportartikelhersteller gab zuletzt eine Gewinnwarnung heraus.

Jean-François Palus wird neuer Verwaltungsrats-Chef von Puma. AFP

Jean-François Palus wird neuer Verwaltungsrats-Chef von Puma.

Herzogenaurach/MünchenDer Franzose Jean-François Palus ist am Dienstag einstimmig zum neuen Verwaltungsrats-Chef des Sportartikelherstellers Puma gewählt worden. Der langjährige Manager des Mehrheitsaktionärs PPR trete sein Amt am 1. Dezember an, teilte die Puma SE in Herzogenaurach mit. Palus löst damit Jochen Zeitz ab, der sich nach 18 Jahren als Puma-Vorstandschef und nach gut einem Jahr an der Spitze des Verwaltungsrates Ende November endgültig zurückzieht.

Palus ist seit 1991 beim Luxusgüter- und Sport-Konzern, der unter anderem für Marken wie Gucci bekannt ist, und dort Vize hinter Firmenchef Francois-Henri Pinault. Seit 2007 sitzt er im Aufsichtsgremium des fränkischen MDax-Konzerns Puma. Zwei Jahre später stieg der Finanzfachmann auch in den Verwaltungsrat des Pariser Luxusgüterkonzerns PPR auf, in dem Jochen Zeitz inzwischen ebenfalls vertreten ist. Palus übernimmt die Aufsicht über dessen Lebenswerk in unruhigen Zeiten: Nach einer Gewinnwarnung im Juli legt Puma an diesem Mittwoch die Zahlen für das dritte Quartal vor.

Zeitz, der Puma 18 Jahre operativ führte und von einem Sanierungsfall zu einem überaus erfolgreichen Unternehmen machte, war zuletzt noch Chef-Kontrolleur. Kritiker aus dem Umfeld und innerhalb des Unternehmens sagen, dass er größeren Veränderungen im Weg stehe. Denn der neue Puma-Chef Franz Koch hat zuletzt mit den von Zeitz geschaffenen Strukturen gebrochen und den größten Umbau seit knapp 20 Jahren angekündigt. Allerdings sind noch nicht alle Details bekannt. Bei der Veröffentlichung der Quartalszahlen könnte es weitere Einzelheiten geben. Analysten rechnen mit einem herben Gewinnrückgang und Stellenkürzungen.

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