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10.01.2011

11:03 Uhr

Nachfolgeregelung

Hubert Burda beteiligt seine beiden Kinder

VonHans-Peter Siebenhaar

Hubert Burda hat überraschend seine Kinder Elisabeth und Jacob mit jeweils 20 Prozent an seinem Konzern beteiligt. In der Medienbranche sind die beiden Verlergerkinder keine Unbekannten mehr. Damit stellt der 70-Jährige Burda die Weichen für seine Nachfolge.

Hubert Burda mit seiner Frau Maria Furtwängler: Der 70-Jährige Verleger hat seine Konzernnachfolge geregelt und seine Kinder Elisabeth und Jacob mit je 20 Prozent beteiligt. Reuters

Hubert Burda mit seiner Frau Maria Furtwängler: Der 70-Jährige Verleger hat seine Konzernnachfolge geregelt und seine Kinder Elisabeth und Jacob mit je 20 Prozent beteiligt.

DÜSSELDROF. Der Medienunternehmer Hubert Burda stellt die Weichen für seine Nachfolge. Der 70-Jährige beteiligt seine beiden Kinder Elisabeth und Jacob mit jeweils 20 Prozent an seinem Konzern, zu dem etwa "Focus", "Bunte" und die Internetholding Tomorrow Focus gehören. Die restlichen Anteile hält der Verleger selbst. Die konzerninterne Ankündigung kam überraschend, wie Unternehmensinsider berichten.

Burdas Sohn aus erster Ehe, Felix Burda, starb im Januar 2001 an Darmkrebs. Mit der Beteiligung der beiden Kinder aus seiner Ehe mit der Schauspielerin und Ärztin Maria Furtwängler sichert Hubert Burda die Dynastie des einst im badischen Offenburg entstandenen Zeitschriftenhauses für die vierte Generation.

Maria Furtwängler hält weiter keine Anteile an dem Konzern, sie will auch keine Managementfunktion übernehmen. "Nein, dass ich in den Vorstand gehe, steht derzeit definitiv nicht zur Debatte. Dafür betreibe ich meinen Beruf, die Schauspielerei, noch viel zu gern", sagte Furtwängler zuletzt dem Handelsblatt.

In der Medienbranche sind die 18-jährige Elisabeth und der 20-jährige Jacob Burda längst keine Unbekannten mehr. Seit Jahren begleiten sie ihre Eltern zum "Bambi", dem konzerninternen Fernsehpreis, wie zuletzt in Potsdam. Der "Bambi" ist zu einem der wichtigsten Treffpunkte der Medienbranche aufgestiegen. Welche Rolle die beiden Kinder mittelfristig spielen werden, sei angesichts ihres Alters noch völlig offen, berichteten Unternehmensinsider am Wochenende.

Ähnlich wie seine Konkurrenten befindet sich Burda angesichts der Digitalisierung in einem Transformationsprozess. Zuletzt war der Münchener nach Umsatzeinbußen in der Wirtschafts- und Werbekrise nach eigener Aussage wieder auf Wachstumskurs. 2009 gingen die Erlöse der Hubert Burda Media um 9,3 Prozent auf rund 1,59 Milliarden Euro zurück. Dagegen verbesserte sich das operative Ergebnis des Konzerns auch dank Kosteneinsparungen um ein Drittel. Absolute Zahlen nannte das Unternehmen aber nicht. Für 2010 rechnete Vorstandschef Paul-Bernhard Kallen, ein ehemaliger McKinsey-Berater, zuletzt mit Erlöszuwächsen um vier bis sechs Prozent.

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