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20.06.2011

22:09 Uhr

Nahe Finnland

Chodorkowski kommt in eine Strafkolonie

Es ist einer der spektakulärsten Justizfälle Russlands: Der einst reichste Mann des Landes soll nahe Finnland den Rest seiner 13-jährigen Haftstrafe verbüßen.

Der inhaftierte russische Kremlkritiker Michail Chodorkowski. Quelle: dpa

Der inhaftierte russische Kremlkritiker Michail Chodorkowski.

MoskauDer frühere Oligarch Michail Chodorkowski ist in eine Strafkolonie in der nordwestlichen Provinz Karelia nahe der finnischen Grenze gebracht worden. Das teilten seine Anwälte am Montag mit. Der einst reichste Mann Russlands soll dort den Rest seiner 13-jährigen Freiheitsstrafe verbüßen.

Angehörige und Anwälte waren seit dem 10. Juni, als Chodorkowski aus einem Moskauer Gefängnis verlegt wurde, im Unklaren über dessen Aufenthaltsort gelassen worden. Auf der Website seiner Anwälte hieß es, Chodorkowskis Eltern seien von Gefängnisbeamten informiert worden, wo sich ihr Sohn befindet.

Der ehemalige Milliardär war im vergangenen Dezember zu 14 Jahren Haft verurteilt worden, nach einer Berufung wurde das Strafmaß auf 13 Jahre reduziert. Dabei wird auch die nun zu Ende gehende erste - achtjährige - Haftstrafe Chodorkowskis angerechnet. Der 47-Jährige muss noch bis 2016 in Haft bleiben. Seine Anhänger halten seine Verurteilung wegen Steuerhinterziehung und Betrug für politisch motiviert. Chodorkowski werde bestraft, weil er unter anderem Oppositionsparteien finanziell unterstützt und damit den damaligen Präsidenten Wladimir Putin herausgefordert habe.

Von

dapd

Kommentare (7)

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Regulator

20.06.2011, 22:36 Uhr

"Nach Finnland", "in der Nähe von Finnland" immer wieder diese kleinen Hackligkeiten und Ungenauigkeiten in den headlines früher "Überschriften". Muß das sein?

Account gelöscht!

20.06.2011, 23:25 Uhr

Hehe. Genau das hab ich mir auhc gedacht. Aber ich denke doch, dass damit die Republik Karelien in Russland gemeint ist. Ansonsten würde man ihn ja in die EU verlegen.

Leser

21.06.2011, 00:05 Uhr

Finnland? seit wann ist Karelien Finnland. Wenn überhauptgehörte das Land kurz vor und während des zweiten Weltkrieges zu Finnaland. Dann könnte man Kaliningrad,mit dieser Herangehensweise, auch als Deutschland deklarieren.

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