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06.01.2005

10:00 Uhr

Neues Gesetz verbessert Fernbestellung von Finanzprodukten

Das Online-Ordern von Aktien wird jetzt sicherer

Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, eine Versicherung im Internet abzuschließen? Oder Aktien online zu ordern? Wer Aktien, Versicherungen oder andere Finanzprodukte online, per Email oder per Fax kauft, kann oft Geld sparen, weil die Produkte und die Gebühren billiger als bei herkömmlichen Anbietern sind.

HB DÜSSELDORF. Inzwischen sind die Online-Bestellungen obendrein um einiges sicherer geworden. Denn seit knapp einem Monat gelten die neuen Bestimmungen, mit denen die EU-Richtlinie über den Fernabsatz von Finanzdienstleistungen an Verbraucher in deutsches Recht umgesetzt worden ist.

Für Verbraucherschützer und Finanzdienstleister ist dies ein Grund zur Freude, da Kunden jetzt sicherer bestellen können. "Wir begrüßen es sehr, dass nun auch die Finanzdienstleistungen den Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches über den Fernabsatz unterfallen", sagt Rechtsanwalt Achim Tiffe, Berater des Hamburger Instituts für Finanzdienstleistungen. "Allerdings sollten Verbraucher auch nach der Umsetzung der Richtlinie Sicherheitslücken beachten, die ihnen die Freude an der neuerworbenen Geldanlage verderben können", warnt Lars Gatschke, Finanzexperte des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen, die seit vielen Jahren besseren Schutz beim Kauf von Finanzdienstleistungen einfordern.

Unter den Begriff der Finanzdienstleistungen im Sinne von § 312b BGB fallen Kredite, Rentenverträge und Geldanlagen. Die Versicherungen sind weiterhin separat in § 5a Versicherungsvertragsgesetz geregelt. Eine Ausnahme gilt für Kreditverträge, die auch weiterhin nicht per Mausklick, sondern mit einem schriftlichen unterschriebenen Vertrag abzuschließen sind. "Dies ist ein sinnvoller Schutz vor Überschuldung", sagt Tiffe.

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