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22.11.2013

19:47 Uhr

Neues Wirtschaftsmagazin

Klaus Boldt wird Chef der deutschen „Bilanz“

ExklusivKlaus Boldt wird Chefredakteur der deutschen Ausgabe des Schweizer Wirtschaftsmagazins „Bilanz“. Bisher war Boldt für das „Manager Magazin“ tätig. Ab Anfang nächsten Jahres würde er mit dem Blatt konkurrieren.

Klaus Boldt wechselt vom „Manager Magazin“ zur neuen deutschen Ausgabe der „Bilanz“ von Springer. PR

Klaus Boldt wechselt vom „Manager Magazin“ zur neuen deutschen Ausgabe der „Bilanz“ von Springer.

HamburgChefredakteur der geplanten deutschen Ausgabe des Schweizer Wirtschaftsmagazins „Bilanz“ wird der Medienjournalist Klaus Boldt. Der Springer-Verlag, der das neue Wirtschaftsmagazin herausgeben wird, bestätigte am Freitagnachmittag einen Bericht des Handelsblatts. Boldt ist bisher in Diensten des „Manager Magazins“, hat dort aber bereits gekündigt.

Die deutsche „Bilanz“ soll ab Anfang nächsten Jahres am Standort Hamburg entwickelt werden. Der Verlag Axel Springer verlegt auch das Schweizer Mutterblatt. Dort erscheint das Blatt 14-täglich. In Deutschland ist an eine monatliche Erscheinungsweise gedacht.

Springers digitales Geschäft

Ehrgeizige Ziele

2012 verdiente der Springer-Konzern erstmals mehr mit seinem Digital-Geschäft als mit Print. In den ersten drei Quartal des laufenden Geschäftsjahres erreichten die digitalen Erlöse knapp 40 Prozent. Unter dem Dach des Medienkonzerns gibt es nicht nur die Online-Ableger der klassischen Printprodukte. Ein Überblick.

Zeitungen und Magazine im Netz

Die digitalen Ableger von Springers Printprodukten sind stark. Bild.de ist die meistgeklickte Nachrichtenseite Deutschlands, rund 12 Millionen Nutzer rufen die Seite pro Monat auf. Auch Computerbild.de und Welt Online zählen zu den beliebtesten journalistischen Angeboten im Netz.

Blog für Gründerszene

Im Juni 2014 übernahm Springer die Firma Vertical Media, die vor allem für das Blog Gründerszene.de bekannt ist. Zu ihr gehören auch die englischsprachige Webseite Venture Village, eine Jobbörse und mehrere Veranstaltungsreihen.

Vergleichs- und Rubrikenportale

Springer verfügt über zahlreiche Serviceportale zu unterschiedlichen Themen – etwa den Preisvergleich Idealo oder den Online-Prospektedienst Kaufda, der die Angebote regionaler Geschäfte zusammenfasst. Auch Autokäufer hat das Berliner Verlagshaus mit seiner 50-prozentigen Beteiligung an autohaus24.de auf dem Radar.

Schwerpunkt Immobilien und Karriere

Springers digitales Geschäft beschränkt sich nicht nur auf Deutschland. Mit Seloger besitzen die Berliner Frankreichs führendes Immobilienportal, in Deutschland betreibt Springer das Immobilienportal Immonet. Im vergangenen Jahr übernahm Recruiting-Portal und Springer-Tochter Stepstone den britischen Konkurrenten Totaljobs.

Marketing-Unternehmen im Portfolio

Das Verlagshaus ist mehrheitlich an Zanox beteiligt. Das Unternehmen ist auf erfolgsbasiertes Online-Marketing spezialisiert. Der Werbekunde zahlt hierbei nur, wenn der Verbraucher tatsächlich etwas kauft. 2012 setzte Zanox 457 Millionen Euro um.

Boldt solle den Chefredakteursposten spätestens ab dem Frühjahr übernehmen, teilte Springer mit. „Klaus Boldt steht für herausragende investigative Unternehmensberichte“, sagte Springer-Manager Jan Bayer.

Boldt ist beim „Manager Magazin“ auch für die Sonderausgabe „Die 500 reichsten Deutschen“ verantwortlich. Ein ähnliches Sonderheft bringt „Bilanz“ für die Schweiz heraus. Die deutsche Ausgabe erscheint zunächst nur als Supplement der „Welt“. Vielleicht wird aus ihr mal ein eigenständiger Titel. Erst dann wird die deutsche „Bilanz“ das „Manager Magazin“ frontal angreifen können.

Von

khr

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