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07.07.2014

14:15 Uhr

Niederländischer Baukonzern

Deutsches Bauprojekt brockt BAM Verlust ein

Wegen Problemen bei Projekten in Deutschland und Großbritannien brechen beim niederländischen Baukonzern BAM die Gewinne weg. Insgesamt fällt durch die beiden Vorhaben ein Verlust von 75 Millionen Euro an.

Logo von BAM auf einem Bauhelm. Um welche Bauvorhaben es geht, ist noch unklar. dpa - picture-alliance

Logo von BAM auf einem Bauhelm. Um welche Bauvorhaben es geht, ist noch unklar.

AmsterdamWegen Problemen bei Projekten in Deutschland und Großbritannien brechen beim niederländischen Baukonzern BAM die Gewinne weg. Insgesamt fällt durch die beiden Vorhaben ein Verlust von 75 Millionen Euro an, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Demnach gab es auf den Baustellen schlechte Boden- und Wetterverhältnisse. Für beide Aufträge sei zu knapp kalkuliert worden, erklärte BAM-Chef Nico de Vries. "Ich entschuldige mich für diese Ergebnisse."

BAM will nun sparen und Immobilien verkaufen und so 200 Millionen Euro im Jahr einnehmen. De Vries zeigte sich auch offen, Teile der Firma zu verkaufen. Eine Kapitalerhöhung komme dagegen nicht infrage. Die Aktionäre zeigten sich von den Nachrichten schockiert: Das Papier lag am Montagmittag etwa 25 Prozent im Minus.

Das sind Europas größte Baukonzerne

Platz 9

NCC AB – 8,42 Milliarden Euro Umsatz

Das schwedische Unternehmen mit seinen knapp 18.000 Mitarbeitern wurde erst 1988 gegründet. Heute besteht es aus vier großen Geschäftsbereichen, unter anderem „NCC Housing“ und „NCC Roads“.

Platz 8

Ferrovial (Spanien) – 9,7 Milliarden Euro Umsatz

Das Unternehmen aus Madrid baut und betreibt auch Autobahnen und Flughäfen. Der Konzern errichtete unter anderem das Guggenheim-Museum in Bilbao.

Platz 7

Balfour Beatty (Großbritannien) - 11,63 Milliarden Euro Umsatz

Bereits seit 1909 sind die traditionsreichen Briten im Baugeschäft tätig und gehören zu den Platzhirschen in Europa. Die Londoner beschäftigen europaweit rund 30.000 Mitarbeiter.

Platz 6

Strabag (Österreich) – 13,12 Milliarden Euro Umsatz

Aus Wien in die Welt: Die Österreicher haben vor allem in Osteuropa expandiert. Seit 2014 konnte der Konzern den zuvor stark abgerutschten Umsatz stabilisieren und zuletzt wieder leicht steigern.

Platz 5

Eiffage (Frankreich) – 14,06 Milliarden Euro Umsatz

Neben einigen TGV-Trassen gehört auch die Erweiterung des EU-Parlaments zu den großen Projekten des Konzerns. In Deutschland sind rund 3.000 Eiffage-Mitarbeiter beschäftigt.

Platz 4

Skanska (Schweden) - 16,36 Milliarden Euro Umsatz

Kaum eine Straße, ein Kraftwerk oder Bürogebäude in Schweden ist ohne Beteiligung des skandinavischen Bauriesen entstanden. Auch international sind die Schweden aus Solna mittlerweile breit aufgestellt.

Platz 3

Bouygues (Frankreich) - 32,43 Milliarden Euro Umsatz

Neben Immobilien und dem Straßenbau ist der Pariser Konzern Großaktionär des französischen Fernsehsenders TF1. 2015 musste das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr leichte Umsatzeinbußen hinnehmen.

Platz 2

ACS (Spanien) - 34,93 Milliarden Euro Umsatz

Die Spanier haben in den vergangenen Jahren ein rasantes Wachstum hingelegt. Allein in den vergangenen drei Jahren stieg der Umsatz um rund zehn Milliarden Euro und ACS klettert das Treppchen weiter hoch. Zum Konzern gehört auch das deutsche Unternehmen Hochtief.

Platz 1

Vinci (Frankreich) – 38,52 Milliarden Euro Umsatz

Der größte Baukonzern Europas ist auch der größte Baukonzern der Welt und in der Kleinstadt Rueil-Malmaison nahe Paris beheimatet. Dem Konzern gehört unter anderem die Hälfte aller französischen Autobahnen. 2015 verzeichnete das Unternehmen ein Umsatzminus von knapp 0,5 Prozent.

Quelle: Deloitte

BAM leidet unter der Krise der Bau- und Immobilienbranche in weiten Teilen Europas und strich im vergangenen Jahr 500 Stellen. Heute beschäftigt der Konzern noch 25.000 Mitarbeiter. Unklar war zunächst, welche Vorhaben die Probleme bereiteten. In Deutschland handele es sich um ein großes Infrastrukturprojekt, teilte der Konzern mit.

BAM baut etwa das Bundesforschungsministerium am Berliner Hauptbahnhof sowie Gebäude für die Fachhochschulen Bielefeld und Düsseldorf sowie die Universität Bonn. In Hamburg und Heilbronn errichtet das Unternehmen auch Klinikgebäude.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Paul Ruhe

07.07.2014, 16:36 Uhr

Ach was. BAM ein Billigheimer auf dem Baumarkt auf Kosten der Nach,- oder Subunternehmer.
Die so genannten Generalunternehmer sind überflüssig wie ein Kropf.
Alle Risiken werden auf den Nachunternehmer abgeschoben. Der Gu-Aufschlag wird benutz zur Kontrolle der Nachunternehmer und für die Anwälte.....

Bitte kein Mitleid für diese Herrschaften.

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