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18.04.2013

09:38 Uhr

Norweger Björn Gulden

Ex-Profi-Fußballer soll Puma aus der Krise führen

Nach langer Suche findet Puma seinen neuen Chef: Der Norweger Björn Gulden soll den Adidas-Rivalen jetzt aus der Krise führen. Doch der ehemalige Profifußballer stößt auf die größte Baustelle seit 20 Jahren.

Hauptsitz Pumas. Der Sportartikelhersteller hat einen neuen Chef gefunden. dapd

Hauptsitz Pumas. Der Sportartikelhersteller hat einen neuen Chef gefunden.

MünchenPuma hat einen neuen Chef gefunden. Björn Gulden, Chef des dänischen Modeschmuckherstellers Pandora, übernimmt überraschend die Führung beim Sportartikelhersteller. Der 47-jährige Gulden werde zum 1. Juli Vorsitzender der Geschäftsführung, teilte die deutsche Tochter des französischen Luxusgüterkonzerns PPR am Donnerstag mit.

Gulden hatte noch im Februar einen Medienbericht über einen Wechsel zu Puma dementiert. Er tritt nun die Nachfolge von Franz Koch an, der auf Druck des französischen Mutterkonzerns Ende März gehen musste.

Er übernimmt die Führung bei Puma: Der Norweger Björn Gulden. (Foto: PR)

Er übernimmt die Führung bei Puma: Der Norweger Björn Gulden.

(Foto: PR)

Der Sportartikelhersteller kämpft mit Gewinnrückgängen und steckt im größten Konzernumbau seit 20 Jahren. Der frühere Profifußballer soll den Adidas-Rivalen jetzt aus der Krise führen. Puma ist das Sorgenkind des französischen PPR-Konzerns, der sich im Juni den neuen Namen „Kering“ geben will und zu dem auch Marken wie Gucci, Bottega Veneta und Saint Laurent gehören. Gulden sei der richtige Mann, um Puma durch das Restrukturierungs- und Transformationsprogramm zu führen, erklärte Verwaltungsratschef Jean-Francois Palus.

Umsatzkönige im deutschen Sportmarkt

Runners Point

Sieben Prozent mehr als in 2010, und somit 155 Millionen Euro setzte Runners Point in 2011 um.

Globetrotter

Der Outdoor-Ausrüster konnte seine Umsätze von 2010 auf 2011 um 9 Prozent steigern. Rund 250 Millionen Euro setzte Globetrotter im letzten Jahr um.

Karstadt

Rund 440 Millionen Euro nahm Karstadt 2011 im Sportbereich ein. Im Vergleich zu 2010 sind das drei Prozent weniger.

Kaufhof

Auch in der Sportabteilung von Kaufhof gingen die Umsätze zurück. Sie schrumpften von 2010 auf 2011 um sechs Prozent. Mit 500 Millionen Euro macht das Unternehmen unter den Sporthändlern dennoch den dritten Platz.

Sport 2000

Rund 1,49 Milliarden Euro setzte Sport 2000 im letzten Jahr in Deutschland um. Das sind drei Prozent weniger als noch in 2010.

Intersport

Vier Prozent weniger als in 2010 hat Intersport im vergangenen Jahr umgesetzt. Mit 2,7 Milliarden Euro ist das Unternehmen aber immer noch mit großem Abstand an der Spitze.

Sonstige

Die übrigen Sporthändler machten insgesamt zwei Prozent Umsatz weniger als in 2010 und landen zusammen bei 2,34 Milliarden Euro.

Gulden will die Produktpalette zweigleisig weiterführen: „Puma hat sowohl im Sport- als auch im Lifestylebereich ein enormes Potenzial“, sagte er. Die Puma-Aktie reagierte kaum auf die Nachricht: Mit einem Plus von 0,4 Prozent stieg der Kurs zu Handelsbeginn kaum stärker als der gesamte Nebenwerteindex MDax.

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