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19.09.2013

07:36 Uhr

NSA-Spähaffäre

Zuckerberg sieht Vertrauensverlust bei Internet-Firmen

Facebook-Chef Zuckerberg will Transparenz zu Spähprogrammen einfordern, damit Nutzer wieder mehr Vertrauen in Facebook haben. Die befürchten, dass das Unternehmen im großen Stil an der Ausspähung mitgewirkt habe.

Facebook CEO Mark Zuckerberg Facebook hat einen gerichtlichen Antrag eingereicht, um Veröffentlichungen über ihre Rolle von der US-Regierung zu erreichen. Reuters

Facebook CEO Mark Zuckerberg Facebook hat einen gerichtlichen Antrag eingereicht, um Veröffentlichungen über ihre Rolle von der US-Regierung zu erreichen.

WashingtonDie Enthüllungen über das Überwachungsprogramm des US-Geheimdienstes NSA haben nach Einschätzung von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg das Vertrauen in Internet-Firmen erschüttert. Sein Unternehmen untersuche regelmäßig das Vertrauen, das Nutzer in Facebook setzten, sagte Zuckerberg bei einer Diskussionsveranstaltung am Mittwoch in Washington. Normalerweise bewege sich da nicht viel. Doch "die NSA führte dazu". Der Vertrauensindex sei "nach unten gegangen", als das Überwachungsprogramm Prism bekannt geworden sei.

"Prism hatte einen großen Einfluss auf das Vertrauen", sagte Zuckerberg. Er kündigte an, Facebook werde weiter darauf dringen, dass es mehr Transparenz zu den NSA-Programmen gebe, die riesige Datenmengen von Internet-Nutzern überwachen sollen. Facebook und andere Internet-Firmen haben gerichtliche Anträge eingereicht, um von der US-Regierung Veröffentlichungen über ihre Rolle zu erreichen. Sie hoffen, dass dies Befürchtungen der Nutzer beseitigen wird, die Firmen hätten aktiv an einer Ausspähung im großen Stil mitgewirkt.

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Die NSA-Affäre war durch den Informanten Edward Snowden ins Rollen gebracht worden. Der ehemalige externe Mitarbeiter der NSA hat in den vergangenen Monaten zahlreiche vertrauliche Dokumente den Medien zugespielt. Die Enthüllungen über die Überwachung des Internets und das Ausspähen auch von befreundeten Regierungen sorgten weltweit für Empörung. Derzeit hält sich Snowden in Russland auf, das dem 30-Jährigen vorläufig Asyl gewährte.

Von

afp

Kommentare (1)

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Frieda

19.09.2013, 08:17 Uhr

Vielleicht ist die NSA DER Förderer für europäische Internet-Unternehmen. Dank NSA wurde ich auf Startpage / Ixquick aufmerksam gemacht - ist zwar Google basiert, verspricht aber Diskretion (das will ich mal zunächst auch glauben).

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