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13.01.2014

09:28 Uhr

NuGen

Toshiba sichert sich Kontrolle über Atom-Konsortium

Der japanische Konzern Toshiba plant offenbar, die Kontrolle über das britische Atomenergie-Konsortium NuGen zu übernehmen. Trotz der Katastrophe von Fukushima vor fast drei Jahren setzt Toshiba weiter auf Atomkraft.

Toshiba setzt weiter auf Atomkraft. dpa

Toshiba setzt weiter auf Atomkraft.

TokioToshiba steht Industriekreisen zufolge kurz davor, die Kontrolle über das britische Atomenergie-Konsortium NuGen zu übernehmen und damit der Tochter Westinghaus einen Milliardenauftrag zu sichern. Der japanische Konzern werde für drei Milliarden Yen (21 Millionen Euro) zehn Prozent der NuGen-Anteile von dem französischen Versorger GDF Suez übernehmen, hatte zuvor bereits die Zeitung „Nikkei“ ohne Angabe von Quellen berichtet. Damit hielte Toshiba insgesamt 60 Prozent an NuGen. Trotz der Katastrophe von Fukushima vor fast drei Jahren setzt der japanische Konzern weiter auf Atomkraft. Zu dem Unternehmen gehört der Kraftwerksbauer Westinghaus. Über den NuGen-Deal verhilft Toshiba der Tochter zu einem Auftrag über zehn Milliarden Euro für drei Reaktoren in Großbritannien. Erst Ende Dezember hatte Toshiba einen Anteil von 50 Prozent von der spanischen Iberdrola übernommen. Toshiba war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Von

rtr

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

13.01.2014, 11:29 Uhr

In Deutschland haben die AKGs (Atomkraftgegner) aktuell eine überwältigende Mehrheit - mit der Folge dass die schädliche Braunkohle unser wichtigster Stromlieferant ist. In anderen Ländern ist das nicht so.

Wenn man davon ausgeht, dass die fossilen Energieträger ihren Anteil langsam verlieren, bleiben nur zwei Möglichkeiten: Erneuerbare Energien + Speicher oder Kernkraft. Dieses Rennen scheint in Deutschland entschieden - in der restlichen Welt noch lange nicht. Ich bin davon überzeugt, dass es auf einen Mix der beiden hinauslaufen wird, so wie es jetzt schon in Schweden (viel Wasserkraft) erfolgreich praktiziert wird.

Insofern glaube ich auch, dass Toshiba auf dem richtigen Weg ist.

HofmannM

14.01.2014, 15:18 Uhr

Ein cleverer Schachzug von Toshiba für die Zukunft!
So wird Wirtschafts- und Industriepolitik gemacht. Die Erneuerbaren Energien haben kein Zukunft, weil eine Wertschöpfungskette fehlt!
Und Schuld ist die Unwirtschaftlichkeit auf den den die Erneuerbaren Energien aufbauen. Wind und Sonne sind deswegen unwirtschafltich, weil diese den "Launen der Natur" ausgeliefert sind. Zu geringe Energiedichte und sind auf Speicher angewiesen = unwirtschaftlich, weil nicht wettbewerbsfähig mit einen Kohle-Gas oder Kernkraftwerk! So einfach ist das!!!

Pobrecito

14.01.2014, 15:26 Uhr

Liebe Redaktion,
könnten Sie bitte den Firmennamen 2x nach "Westinghouse" korrigieren?
Danke

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