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27.01.2015

15:04 Uhr

Ölpreisverfall

BP friert weltweit Gehälter ein

Der britische Energiekonzern BP friert wegen des Ölpreis-Verfalls weltweit die Gehälter ein. Für das Unternehmen eine „kluge Antwort auf das schwierige Marktumfeld“. Auch aus Saudi-Arabien werden Klagen laut.

Wegen des Ölpreisverfalls friert der britische Energiekonzern BP weltweit die Gehälter seiner Belegschaft ein. Reuters

Wegen des Ölpreisverfalls friert der britische Energiekonzern BP weltweit die Gehälter seiner Belegschaft ein.

LondonDen Absturz des Ölpreises bekommen nun auch die Beschäftigten des britischen Energiekonzerns BP zu spüren. Die Belegschaft sei informiert worden, dass in diesem Jahr alle Gehälter mit wenigen Ausnahmen eingefroren würden, sagte ein Unternehmenssprecher am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP.

„Wir sehen dies als kluge Antwort auf das derzeitig schwierige Marktumfeld, in dem wir uns bewegen.“ Den knapp 84.000 Mitarbeitern wurde die Maßnahme am Montag in einer E-Mail von Konzernchef Bob Dudley mitgeteilt.

BP leidet bereits seit Monaten unter dem niedrigen Ölpreis. Der Rohstoff ist auf den Weltmärkten inzwischen mehr als 50 Prozent billiger zu haben als im Juni. Im Dezember kündigte BP an, 2015 eine Milliarde Dollar (890 Millionen Euro) in den Konzernumbau zu stecken, um das Unternehmen wettbewerbsfähiger zu machen. Mitte Januar teilte BP dann mit, dass 200 Konzernarbeitsplätze und 100 Stellen von Subunternehmern gestrichen werden, die mit der Ölausbeutung in der Nordsee zusammenhängen.

Der Preisverfall beim Rohöl treibt auch die staatliche saudiarabische Ölgesellschaft Aramco um. Inzwischen sei der Preis „für alle zu niedrig“, sagte Aramco-Präsident Chalid al-Falih am Dienstag auf einer Wirtschaftskonferenz in Riad. „Ich denke, auf lange Sicht werden sogar die Verbraucher darunter leiden.“

Aramco ist der größte Rohölproduzent der Welt. Saudi-Arabien ist zugleich der größte Ölexporteur innerhalb der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec). Trotz des Preisverfalls ist eine Drosselung der Opec-Fördermenge weiterhin nicht abzusehen.

Von

afp

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