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18.12.2013

20:17 Uhr

Österreichisches Unternehmen

Immofinanz verdient weniger

Ein durchwachsenes Jahr geht zu Ende für den österreichischen Immobilienkonzern Immofinanz. Wie groß die Abschreibungen am Ende des Geschäftsjahres sein werden, ist noch nicht abzusehen. Verhandlungen sind in Arbeit.

Allein im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2013/14 trennte sich Immofinanz von Liegenschaften im Wert von 722 Millionen Euro. Reuters

Allein im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2013/14 trennte sich Immofinanz von Liegenschaften im Wert von 722 Millionen Euro.

WienDer österreichische Immobilienkonzern Immofinanz hat angesichts sinkender Miet- und Verwaltungseinnahmen nach dem Verkauf zahlreicher Immobilien operativ weniger verdient. Das Betriebsergebnis (Ebit) sank von Anfang Mai bis Ende Oktober im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,1 Prozent auf 305 Millionen Euro, wie die Firma am Mittwochabend mitteilte. Das österreichische Unternehmen hatte sich zum Ziel gesetzt, bis 2015 Immobilien im Wert von 2,5 Milliarden Euro zu verkaufen und das bereits fast zur Gänze erreicht. Allein im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2013/14 trennte sich die Firma von Liegenschaften im Wert von 722 Millionen Euro.

In der Folge gingen jedoch die Mieterlöse um knapp drei Prozent und die Einnahmen aus der Verwaltung der Immobilien um 1,5 Prozent zurück. Unter dem Strich profitierte die Wiener Firma von positiven Effekten aus Wechselkursschwankungen und der Bewertung von Derivaten: Der Gewinn stieg in den ersten sechs Monaten um gut 53 Prozent auf knapp 160 Millionen Euro.

Eine konkrete Prognose für den Rest des Geschäftsjahres wagte Immofinanz nicht. Die Vorbereitungen für eine Trennung von der Wohnimmobilientochter Buwog liefen jedoch auf Hochtouren. Dafür hat der Konzern neben einem klassischen Börsengang auch eine Abspaltung ins Auge gefasst.

Das sind Deutschlands Immobilienriesen

Platz 6: GAG

Die GAG Immobilien AG bewirtschaftet rund 42.000 Wohnungen. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben der größte Vermieter in Köln. Die GAG verwalte damit 2,8 Millionen Quadratmeter Wohnfläche.

Platz 5: GSW

Die GSW Immobilien kommt auf 60.000 Wohnungen. Das Unternehmen ist börsennotiert und wurde im Jahr 1924 gegründet. Schwerpunkt der Arbeit ist Berlin, die GSW ist dort nach eigenen Angaben „ein führendes privates Wohnimmobilienunternehmen“.

Platz 4: TAG

Die TAG Immobilien AG kommt auf Platz vier der deutschen Wohnungsriesen. Das Unternehmen verwaltet 68.781 Wohnungen. Hauptstandorte sind nach eigenen Angaben die Großräume Hamburg und Berlin, die Region Salzgitter, Thüringen/Sachsen sowie Nordrhein-Westfalen. Sitz der TAG ist Hamburg.

Platz 3: Deutsche Wohnen

Die Deutsche Wohnen mit Sitz in Berlin bewirtschaftete im April 2013 insgesamt 82.500 Wohnungen. Aktuell gibt das börsennotierte Unternehmen die Zahl der Wohnimmobilien mit rund 89.500 an. Schwerpunkt ist der Großraum Berlin sowie das Rhein-Main-Gebiet, Rheinland, Hannover, Braunschweig, Magdeburg.

Platz 2: Gagfah

Die Gagfah Gruppe mit Sitz in Essen ist die Nummer zwei der Wohnimmobilien-Unternehmen in Deutschland. Im April bewirtschaftete das Unternehmen 145.000 eigene Mietwohnungen und 13.000 für Dritte verwaltete Wohnungen. Aktuell gibt das Unternehmen sogar 35.000 für Dritte verwaltete Wohnungen an.

Platz 1: Deutsche Annington

Die Deutsche Annington erregte mit dem Börsengang im Juli 2013 zuletzt großes Aufsehen. Das Bochumer Immobilienunternehmen bewirtschaftet 210.000 Wohnungen - davon 180.000 eigene. Die Deutsche Annington stieg im Jahr 2005 auf, als sie die Viterra AG mit 138.000 Wohnungen von Eon erwarb.

Zunächst will Immofinanz für die Tochter aber noch einige tausend Wohnungen in Deutschland kaufen, um sie für Investoren attraktiv zu machen. Dazu verhandelt das Unternehmen über einen rund 900 Millionen Euro schweren Zukauf von rund 18.000 Wohnungen, die derzeit einem Fonds der Deutschen Bank und der Immobilienfirma Prelios (Pirelli) gehören. Details dazu nannte Immofinanz zunächst nicht.

Von

rtr

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