Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

15.07.2013

09:55 Uhr

Online-Werbung

Ströer kauft Vermarkter für Türkei und Polen

Seit kurzem arbeitet der Vermarkter Ströer auch auf dem Feld für Online-Werbung. Für sein ausländisches Kerngeschäft in Polen und der Türkei kauft sich das Unternehmen nun in einen Experten für diese Märkte ein.

Die begehrtesten neun Quadratmeter der Stadt: Vollverglaste, hell erleuchtete Vitrinen in 2,50 Meter Höhe von Ströer versprechen eindrucksvolle Markenauftritte. Nun macht das Unternehmen auch in Online-Werbung. obs

Die begehrtesten neun Quadratmeter der Stadt: Vollverglaste, hell erleuchtete Vitrinen in 2,50 Meter Höhe von Ströer versprechen eindrucksvolle Markenauftritte. Nun macht das Unternehmen auch in Online-Werbung.

KölnDer Werbevermarkter Ströer hat wenige Monate nach dem Einstieg in die Online-Werbung sein neues Geschäft mit einem Zukauf verstärkt. Ströer übernimmt 53,4 Prozent der Ballroom Group, die ihren Fokus auf osteuropäische Märkte gelegt hat. „Damit können wir Online-Werbung nun auch in unseren ausländischen Kernmärkten Türkei und Polen anbieten“, sagte Ströer-Vorstand Christian Schmalzl im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters. Wie in Deutschland wollen die Kölner auch dort künftig Außenwerbung und Online-Werbung als Komplettpaket anbieten. „Insgesamt geht die Kaufsumme für das Online-Geschäft in Richtung eines dreistelligen Millionenbetrags“, sagte Schmalzl. Sechs Unternehmen haben die Kölner bislang erworben: vor Ballroom die drei Online-Werber freeXmedia, businessAD und ströer interactive, den Plattform-Betreiber adscale und mit radcarpet einen Spezialisten für Werbung auf Handys.

„Ballroom macht annähernd 80 Prozent seines Umsatzes in der Türkei und Polen“, sagte Schmalzl. Daneben sei das Unternehmen, das 2012 mit 200 Beschäftigten etwas über 30 Millionen Euro umsetzte und profitabel arbeite, auch in Ungarn, Tschechien, Rumänien und Russland aktiv. pDer Fokus wird weiter auf unseren drei Kernmärkten liegen. Es spricht aber nichts dagegen, über den Online-Bereich zu internationalisieren.“ Schmalzl, der seit Ende 2012 als COO für das operative Geschäft zuständig ist, stellte zudem in Kürze einen weiteren kleineren Zukauf in Deutschland in Aussicht, der den Bereich regionale Werbung stärken soll.

Ströer war früher auf Außenwerbung konzentriert. Die Kölner bestücken etwa Buswartehäuschen oder Plakatwände mit Werbung oder bespielen digitale Bildschirme in Bahnhöfen oder Einkaufszentren. „Aber die Investitionskosten sind hoch und müssen sich langfristig amortisieren“, erklärte Schmalzl. So werden Bushäuschen nach Kundenwünschen angefertigt oder Screens für bis zu 20.000 Euro das Stück installiert. "Mit Außenwerbung zu internationalisieren und organisch zu wachsen ist extrem schwer." Anders sei dies im Online-Bereich, so Schmalzl.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×