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27.02.2017

22:35 Uhr

Pannentransporter

Airbus beruft neuen Manager für A400M

Ein früherer Porsche-Ingenieur soll in Zukunft die Geschicke des Militärtransporters A400M in die Hand nehmen. Michael Menking arbeitete zuvor in der Raumfahrtsparte des Airbus-Konzerns.

Der Luftfahrtkonzern beruft einen neuen Manager: Michael Menking Reuters, Sascha Rheker

Pannentransporter Airbus A400M

Der Luftfahrtkonzern beruft einen neuen Manager: Michael Menking

ParisFür den krisengeplagten Militärtransporter A400M ist bei Airbus künftig der Manager Michael Menking zuständig. Er werde den Posten am Mittwoch übernehmen, teilte der Luftfahrt- und Rüstungskonzern am Montag mit. Der frühere Porsche-Ingenieur arbeitete bisher in der Airbus-Raumfahrtsparte und folgt auf Kurt Rossner, der künftig für Kampfflugzeuge zuständig sein wird.

Dazu gehört auch das Eurofighter-Programm. Beim A400M wird Airbus seit Jahren von Pannen und Verspätungen geplagt und will mit Abnehmerländern verhandeln, um Vertragsstrafen abzuwenden. Die Pannenserie kostete den Konzern allein im vergangenen Jahr 2,2 Milliarden Euro.

Airbus Pannenflieger A400M

1982

Führende europäische Rüstungskonzerne gründen im Dezember 1982 das Future International Military/Civil Airlifter-Konsortium (FIMA) mit dem Ziel, den Bau eines gemeinsamen Militärtransporters zu prüfen. Die neue Maschine soll als Ersatz für die alternden Flieger Lockheed C-130 Hercules und Transall C-160 dienen.

Quelle: Wirtschaftswoche

1994

Das mittlererweile auf Euroflag umgetaufte Konsortium stellt das erste Modell der A400M auf der Flugschau in Farnborough. Der Name: Future Large Aircraft (FLA). Kurz darauf übernimmt der Flugzeugbauer Airbus das Programm.

1999

Airbus legt sieben Regierungen ein Angebot über feste Leistungen und Preise für den A400M vor.

2003

Nach schwierigen und lange dauernden Verhandlungen unterschreiben die Länder im Mai 2003 einen Vertrag über die Lieferung von 180 Maschinen.

2007

Der Bau des ersten Prototypen beginnt. Ende des Jahres gibt Airbus bekannt, dass sich der eigentlich für 2008 geplante Start der Serienproduktion wegen technischer Probleme um mindestens zwölf Monate verzögert.

2009

Im Dezember 2009 findet schließlich der Erstflug des Militärtransporters statt. Es ist längst ausgeschlossen, dass Frankreich wie geplant im Frühjahr 2010 die erste A400M erhält.

2009/2010

Die Situation spitzt sich zu: Airbus zweifelt wegen der immens erhöhten Belastung durch technische Probleme und Verzögerungen in der Entwicklung intern an der Realisierung des Projekts. In Medien ist von fünf bis elf Milliarden Euro Mehrkosten die Rede.

2010

Die beteiligten Länder einigen sich mit Airbus auf den Bau des Flugzeugs und akzeptieren eine Preiserhöhung. Die Produktion der ersten Serienmaschinen beginnt.

2013

Im August 2013 wird die erste A400M an das französische Militär ausgeliefert.

2015

Laut Medienberichten führen Produktionsprobleme dazu, dass 2015 maximal zwei statt fünf A400M an Deutschland ausgeliefert werden können. Auch die Franzosen und Briten sind von den erneuten Verzögerungen betroffen. Im Mai stürzt eine Maschine beim Werk im spanischen Sevilla wegen Softwareproblemen ab. Vier Mitglieder der Crew sterben, der Produktionsplan gerät durcheinander.

Von

rtr

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