Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

04.10.2017

08:13 Uhr

Paul Otellini

Langjähriger Intel-Chef gestorben

Als Finanzexperte stieg Paul Otellini bereits 1974 bei Intel ein. Im Jahr 2005 war er dann der erste Nicht-Techniker, der beim Technologiekonzern den Führungsposten übernahm. Nun ist Otellini mit 66 Jahren verstorben.

Der frühere Intel-Chef ist tot. dpa

Paul Otellini

Der frühere Intel-Chef ist tot.

Santa ClaraDer langjährige Intel-Chef Paul Otellini ist tot. Der 66-Jährige sei am Montag nicht mehr aus dem Schlaf aufgewacht, teilte Intel am Dienstag (Ortszeit) im kalifornischen Santa Clara mit. „Wir sind zutiefst betrübt über Pauls Tod“, erklärte Intel-Chef Brian Krzanich. „Er war die unerbittliche Stimme des Kunden in einem Meer von Ingenieuren, und er lehrte uns, dass wir nur gewinnen, wenn wir den Kunden an die erste Stelle setzen.“

Otellini hatte 1974 bei Intel angefangen, als das Unternehmen gerade einmal sechs Jahre alt war. Er startete als Experte in der Finanzabteilung. Später war er für die Beziehungen zum damals wichtigsten Kunden IBM zuständig, wechselte in den Verkauf und baute in den 80er-Jahren das Geschäft mit integrierten Chip-Sets auf.

Autonomes Fahren: Intel startet die Aufholjagd

Autonomes Fahren

Intel startet die Aufholjagd

Ob Google, Nvidia oder Microsoft: Fast alle Tech-Giganten arbeiten an selbstfahrenden Autos. Der Chipriese Intel hängt bei diesem Rennen hinterher – aber drängt nun mit Hilfe eines Zukaufs in das Billionengeschäft.

1989 wurde er zum technischen Assistenten von Konzernchef Andy Grove. In den 90ern leitete er das Intel-Marketing und war später maßgeblich an der Ausarbeitung der Chipstrategie beteiligt. Im Mai 2005 löste er Craig Barrett als Intel-Chef ab – als erster Nicht-Techniker auf diesem Führungsposten.

Otellini gilt als eine treibende Kraft hinter dem Wechsel von Apple ins Intel-Lager mit seinen Mac-Computern. Außerdem wehrte er bei Server-Chips den Angriff des kleineren Rivalen AMD ab, der Intel zeitweise mit innovativeren Technologien vor Probleme stellte. Kritiker warfen Otellini vor, das mobile Zeitalter verpasst zu haben. Bei Smartphones und Tablet-Computern konnte sich die rivalisierende ARM-Plattform durchsetzen.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×