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12.03.2014

20:11 Uhr

Personaldienstleister Adecco

Hauptaktionär Jacobs verkauft fast alle seine Anteile

Die Jacobs Group will ihre Beteiligung am Personaldienstleister Adecco zurückfahren – auf nur noch 2,5 Prozent. Der bisherige Hauptaktionär verkauft die Aktien mit einem deutlichen Abschlag zum Kurs vom Mittwoch.

Adecco war 1996 aus dem Zusammenschluss von Adia und Adecco hervorgegangen. ap

Adecco war 1996 aus dem Zusammenschluss von Adia und Adecco hervorgegangen.

Zürich/LondonDer Adecco-Hauptaktionär stößt den größten Teil seiner langjährigen Beteiligung ab. Die Jacobs Group will ihre Beteiligung am Schweizer Personaldienstleister Angaben vom Mittwoch zufolge von 18,4 auf 2,5 Prozent zurückfahren. Damit dürften Jacobs über zwei Milliarden Franken zufließen. Die Holdinggesellschaft der Jacobs-Familie wolle ihr Vermögen breiter anlegen, hieß es in der Mitteilung. Die Familie stammt aus Deutschland und wurde vor allem durch ihre Kaffeerösterei bekannt. Neben Adecco ist das zweite Hauptinvestment der Schokoladehersteller Barry Callebaut, an dem Jacobs festhalten will.

Der Großaktionär trennt sich in einem günstigen Moment von den Adecco-Anteilen. Am Morgen hatte der weltgrößte Stellenvermittler einen besser als erwartet ausgefallenen Jahresabschluss vorgelegt. Die Aktie kletterte daher auf den höchsten Stand seit Sommer 2007.

Adecco war 1996 aus dem Zusammenschluss von Adia und Adecco hervorgegangen und schon damals war Jacobs Großaktionär. In den vergangenen Jahren litt der Konzern unter den Konjunkturflaute in Europa, wo das Unternehmen rund 60 Prozent seines Geschäfts macht. Für die Personalvermittler bietet der Beginn eines Konjunkturaufschwungs gute Bedingungen. Am Anfang einer Erholung greifen viele Firmen zunächst auf Zeitarbeitskräfte zurück – vor allem dann, wenn sie nicht sicher sind, ob sie von Dauer ist.

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Jacobs beauftragte die US-Investmentbank Goldman Sachs, mit dem Verkauf der Anteile im Rahmen eines beschleunigten Platzierungsverfahrens zu beginnen. Insidern zufolge beläuft sich die Angebotsspanne auf 71 bis 73 Franken je Aktie. Dies entspricht einem deutlichen Abschlag zum Mittwochs-Schlusskurs von 78,60 Franken.

Von

rtr

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