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22.05.2013

17:08 Uhr

Personaldienstleister

Leiharbeitsmarkt leicht zurückgegangen

Tariferhöhungen und Branchenzuschläge haben das Geschäft der Personaldienstleister im letzten Jahr folgenschwer beeinflusst: Das Marktvolumen ist gesunken. Und auch für dieses Jahr ist keine Besserung in Sicht.

Adecco ist weltweit der größte Vermittler von Zeitarbeitern. ap

Adecco ist weltweit der größte Vermittler von Zeitarbeitern.

Kaufbeuren/FrankfurtBranchenzuschläge und höhere Tariflöhne für Leiharbeiter haben im vergangenen Jahr das Geschäft der Personaldienstleister beeinflusst. Nach einer am Mittwoch vorgestellten Untersuchung des Marktforschungsinstituts Lünendonk ging das Marktvolumen gegenüber dem Vorjahr um 2 Prozent auf 20,3 Milliarden Euro zurück. Der Umsatz der 25 größten Unternehmen mit Randstad und Adecco an der Spitze sei im Schnitt um 0,6 Prozent zurückgegangen.

Für dieses Jahr erwarteten die führenden Anbieter einen weiteren Umsatzrückgang um 0,5 Prozent, teilte Lünendonk im schwäbischen Kaufbeuren mit. Die Zahl der beschäftigten Zeitarbeiter werde aber wegen der durchschnittlich höheren Bezahlung voraussichtlich weit stärker sinken.

Während die Tariferhöhungen seit November allen Zeitarbeitern zugutekommen, gelten die auf einige Branchen beschränkten Zuschläge nur für rund 40 Prozent der Belegschaften bei den Top-25-Anbietern, so die Studie. Wie viele Menschen tatsächlich die Zuschläge von bis zu 50 Prozent erhalten, sei noch unklar. Die Zahlungen sollen den Lohnabstand zu den Stammbelegschaften verkleinern.

Die mit den Gewerkschaften ausgehandelten Tarifverträge über Branchenzuschläge machten die Dienstleistung deutlich komplexer, führten die Berater weiter aus. Vor allem auf Seiten der Kunden gebe es einen hohen Informationsbedarf, was wiederum eine große Chance für Qualitätsanbieter in der Zeitarbeit sei.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Vicario

22.05.2013, 17:37 Uhr

Zitat : Leiharbeitsmarkt leicht zurückgegangen

- bei weiteren zunehmender Rezession wird dieser Markt der "modernen Sklaverei" auch noch weiter schrumpfen !

Die Normalindustrie kann nicht noch ihre Stammbelegschaft versklaven.

Account gelöscht!

22.05.2013, 17:54 Uhr

"Branchenzuschläge und höhere Tariflöhne für Leiharbeiter haben im vergangenen Jahr das Geschäft der Personaldienstleister beeinflusst."

Das sehe ich nicht als Grund für diesen leichten Rückgang. Stellt man einfach gelernte Fachkräfte als Hilfskräfte ein und bekommt sie für 8,19 die Stunde. Und wenn ein Leiharbeiter nicht schon jahrelang beim gleichen Sklavenhändler beschäftigt ist, ist er mit einer Frist von 2 Wochen arbeitslos. Selbst nach Jahren der Firmenzugehörigkeit hat man nur 2 Monate Kündigungsschutz.

Maddy

29.05.2013, 12:20 Uhr

Wenn man sich die richtige Leiharbeitsfirma sucht, kann man durchaus davon provitieren. Ich habe dadurch immer wieder Arbeit gefunden - während das Arbeitsamt nicht helfen konnte. Bei meinen früheren Festanstellungen hatte ich nie eine Gehaltserhöhung. Bei der Zeitarbeit habe ich schon dreimal eine Erhöhung bekommen und auch Zuschläge. Mir geht es also besser.

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