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20.05.2011

19:39 Uhr

Personalrecruiting

Unternehmen lassen lieber suchen

VonKatrin Terpitz

Auf der Suche nach gut ausgebildeten Fachkräften greifen immer mehr Unternehmen auf die Dienste von Headhuntern zurück. Diese müssen immer häufiger auch im Ausland aktiv werden - häufig auf Wunsch des Kunden.

Headhunter spielen bei der Personalsuche eine immer wichtigere Rolle. Quelle: picture-alliance

Headhunter spielen bei der Personalsuche eine immer wichtigere Rolle.

DüsseldorfFür Headhunter Klaus Hansen sind die Arbeitstage wieder extrem lang. Bis spät abends telefoniert er mit Kandidaten, die Firmen im Aufschwung händeringend suchen. „Unser Geschäft brummt“, sagt er. Die Überstunden nimmt der Deutschlandchef der Personalberatung Odgers Berndtson gern in Kauf. Denn die Erinnerung an die Krise, als seine Berater und viele Branchenkollegen zu Kurzarbeit gezwungen waren, ist noch frisch.

Der Honorarumsatz von Odgers Berndtson in Deutschland ist 2010 wieder um mehr als 30 Prozent gestiegen. Genaue Zahlen will Hansen – wie die meisten seiner verschwiegenen Zunft – nicht verraten. Nur so viel: „Ein Ende des Booms ist nicht abzusehen. 2011 wird noch einmal deutlich besser.“

Es ist nicht allein der Aufschwung, der den Personalberatern ein wachsendes Geschäft beschert. Außerdem benötigen viele Unternehmen dringend hochqualifizierte Kandidaten, vor allem solche mit breitem und internationalem Profil. Das können Personalabteilungen – selbst in Zeiten von Karrierenetzwerken im Internet – kaum selbst leisten.

„Deutsche Mittelständler gerade in der Provinz haben große Probleme, Spezialisten oder international erfahrene Führungskräfte zu finden“, beobachtet Goran Baric, Geschäftsführer Süddeutschland der Personalberatung Michael Page International. „Früher haben viele Firmen selbst Kandidaten gesucht, jetzt wenden sie sich verzweifelt an Headhunter.“

Tatsache ist: Immer weniger Unternehmen finden in komplexeren und wachsenden Märkten genug Führungsnachwuchs in den eigenen Reihen. Viele Kunden wollen außerdem interne Kandidaten mit externen vergleichen. Auch Managementdiagnostik und Coaching sind gefragt.

Kommentare (4)

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Nachdenker

20.05.2011, 22:29 Uhr

Der Werbeartikel könnte glatt vom Bundesverband Deutscher Sklavenhändler stammen.

Liebe Redakteusen, bitte bringen Sie doch mal einen realistischen Artikel und nicht tausendmal aufgewärmten alten Kaffee aus dem Ausguß!
Diese Personalagenturen sind trotz megawichtigem Auftreten so wichtig wie ein Kropf für eine funktionierende Wirtschaft. Daß jedoch eine Inflation dieser "Vermittler" von Vermittlungsleistungen stattfindet, ist ein Indiz, daß etwas faul im Lande ist!

Nachwuchs

28.05.2011, 16:48 Uhr

Unternehmen lassen suchen? Sind sie unfähig geworden? Jetzt verstehe ich. Es dürfen nur noch unfähige und billigste Leute eingestellt werden. Ist dies der Auftrag an die Personalsucher?

leser

28.05.2011, 17:04 Uhr

sie kaufen immer lieber noch mehr Pfeifen ein, weil der Controller das freigegeben hat statt sich um Kompetenzmanagement zu kümmern.
So macht man Kompetenz noch teurer.
No Probs with it.

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