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02.01.2012

16:06 Uhr

Pharmakonzern

Chefwechsel bei Ratiopharm-Mutter Teva

Teva Pharmaceuticals ordnet seine Konzernspitze neu. Im Mai wird der bisherige CEO, Schlomo Janai, seinen Posten räumen. Sein Nachfolger wird der frühere Bristol-Myers Squibb -Manager Jeremy Levin.

Jeremy Levin wird ab Mai CEO von Teva. Reuters

Jeremy Levin wird ab Mai CEO von Teva.

JerusalemDer weltweit größte Hersteller von Nachahmermedikamenten, Teva Pharmaceuticals, wechselt seinen Chef aus. CEO Schlomo Janai habe sich entschlossen, im Mai eine neue Phase seiner Karriere einzuläuten, teilte die Mutter der deutschen Ratiopharm am Montag mit. Sein Nachfolger wird der frühere Bristol-Myers Squibb -Manager Jeremy Levin. Der israelische Konzern ist derzeit dabei, seine zahlreichen Zukäufe der vergangenen Jahre effektiv zu integrieren und neue Wachstumsfelder zu erschließen.

Unter der fünfjährigen Ägide des 59-jährigen Janai kletterte der Umsatz des Generika-Herstellers auf erwartete 22 Milliarden Dollar in diesem Jahr von 8,4 Milliarden Dollar. Der Konzern hat inzwischen einen Börsenwert von 36 Milliarden Dollar an der Nasdaq. In Tel-Aviv legte die Aktie am Montag mehr als drei Prozent zu, die US-Börsen blieben wegen Neujahr geschlossen.

Der 58-jährige Levin verfüge über 25 Jahre Erfahrung in der Branche, hieß es bei Teva. Gute Medikamente zu erschwinglichen Preisen anzubieten, gestalte sich angesichts demographischen Entwicklung und der wirtschaftlichen Schwierigkeiten sowohl in Industrie- als auch in Schwellenländern zunehmend schwierig, erklärte Levin. „Teva mit seinen Generika, Markenprodukten und frei verkäuflichen Medikamenten ist in einer überaus guten Position, diese Herausforderungen zu meistern.“ Im März wechselt der Konzern zudem seinen Europa-Chef aus: Rob Koremans von Sanofi übernimmt den Posten von Gerard van Odijk. Koremans war früher den Unternehmensangaben zufolge mitverantwortlich für die Generika-Strategie sowie -entwicklung bei dem französischen Konkurrenten. Teva will in diesem Jahr rund 400 Produkte in Europa einführen. Der Kontinent gilt nicht zuletzt wegen der staatlichen Sparprogramme in der Schuldenkrise als Wachstumsmarkt für Generika, mit deren Hilfe die Ausgaben in den Gesundheitssystemen gesenkt werden können. Wichtigster Markt der Israelis sind jedoch nach wie vor die USA.

Teva hat für dieses Jahr einen optimistischen Ton angeschlagen: „Wir gehen davon aus, dass wir 2012 schneller wachsen als der Markt“, erklärte Janai kurz vor Weihnachten. Der Konzern will bei einem Umsatz von 22 Milliarden Dollar je Aktie einen Gewinn von 5,48 bis 5,68 Dollar ohne Sonderposten erreichen. Das erste und vierte Quartal würden stärker ausfallen als das zweite und dritte, erklärte der Konzern. Die Prognosen lagen dicht bei den bisherigen Schätzungen der Analysten.

Von

rtr

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