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27.11.2013

13:42 Uhr

Philippe Varin

Peugeot-Chef erhält Millionen-Rente

Philippe Varin wird bald den Chefposten bei Peugeot räumen. Er soll eine Zusatzrente von rund 300.000 Euro jährlich erhalten. Dafür hat das Unternehmen 21 Millionen Euro zurückgestellt. Gewerkschafter reagieren empört.

Ein C-Elysee von Peugeot: „Unangemessene“ Rente. dpa

Ein C-Elysee von Peugeot: „Unangemessene“ Rente.

ParisDem scheidenden Chef des schwer angeschlagenen französischen Autobauers PSA Peugeot Citroën, Philippe Varin, soll der Abgang durch eine Zusatzrente in Höhe von insgesamt 21 Millionen Euro versüßt werden. Das geht aus PSA-Unterlagen hervor, die der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch in Paris vorlagen. Der 61-jährige Varin soll nächstes Jahr an der PSA-Spitze durch den Ex-Manager von Renault, Carlos Tavares, abgelöst werden.

Gewerkschaftsvertreter und Politiker reagierten schockiert angesichts der Höhe der Rente für Varin. Finanzminister Pierre Moscovici forderte den Konzern auf, Klarheit zu der „unangemessenen“ Rente für Varin herzustellen. Moscovici erinnerte nach einer Kabinettsitzung an die schwierige Lage des Unternehmens und daran, dass der Staat mit einer Sieben-Milliarden-Garantie für die PSA-Bank eingesprungen sei. Varin solle auf das Geld verzichten, forderte ein Gewerkschafter des Werks Aulnay, das derzeit wegen der schweren Krise des Konzerns geschlossen wird.

Die größten Autobauer der Welt

Platz 10

Suzuki - 2,69 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Auch wenn der Absatz der Japaner stagniert treibt auch hier der Yen-Wechselkurs die Gewinne nach oben. Der Gewinn legt um satte 50 Prozent zu.

Platz 9

PSA Peugeot Citroën- 2,82 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Franzosen stecken weiter tief in der Krise und haben im Jahr 2013 rund fünf Prozent weniger Autos verkauft. Mit frischem Geld aus China soll es dieses Jahr wieder aufwärts gehen.

Platz 8

Honda - 4,28 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Kaum ein Autokonzern weltweit hat bei den Verkäufen so stark zugelegt wie die Japaner. Unterm Strich steht ein Plus von satten 12 Prozent.

Platz 7

Fiat/Chrysler - 4,42 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Fusion soll dem italienisch-amerikanischen Duo neuen Schwung verleihen. Für Gewinne sind im Markenreicht von Fiat, zu dem auch Maserati, Alfa Romeo und Jeep zählen, vor allem die Amerikaner zuständig.

Platz 6

Nissan- 5,1 Millionen verkaufte Fahrzeuge

In Deutschland erfreut sich vor allem der SUV Qashqai enormer Beliebtheit, aber auch weltweit läuft es rund für Japaner. Unter Strich steht ein Absatzplus von etwa drei Prozent.

Platz 5

Ford- 6,33 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Amerikaner haben nicht nur eines der besten Jahre der Unternehmensgeschichte hinter sich, sondern mit dem Focus erneut das meistverkaufte Auto der Welt in ihren Reihen. Für das Treppchen reicht das allerdings nicht.

Platz 4

Hyundai/Kia- 7,61 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Das rasante Wachstum der vergangenen Jahre ist etwas abgekühlt, doch die Koreaner legen weiterhin stetig zu. Das Duo landet trotz starker Heimatwährung beim Absatz im Plus.

Platz 3

Toyota- 9,03 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Beim Gewinn hängt Toyota die Konkurrenz um die Weltmarktspitze locker ab, doch beim Absatz reicht es nur für Bronze. Vor allem weil der Absatz im Vergleich zum Vorjahr nur stagniert.

Platz 2

Volkswagen- 9,51 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Der VW-Konzern kommt beim Absatz auf den zweiten Platz. Mit allen zwölf Konzernmarken, darunter auch Audi und Porsche, erwirtschaften die Wolfsburger ein Absatzplus von vier Prozent.

Platz 1

General Motors - 9,71 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Beim Absatz behaupten die Amerikaner im Dreikampf mit Toyota und Volkswagen die Krone. Ob sich der Titel angesichts der aktuellen Rückrufprobleme verteidigen lassen wird?

Quelle

Ernst&Young-Studie „Die größten Automobilhersteller weltweit“, Gesamtjahr 2013

Der scheidende PSA-Chef machte deutlich, dass er die Reaktionen verstehen könne, dass es sich aber um eine Fehlinterpretation handle. Er hob im Sender France Info hervor, dass er bei seinem Ausscheiden keinerlei Entschädigung erhalten werde. Er werde aber eine Zusatzrente von rund 300.000 Euro jährlich erhalten, räumte er ein. Dafür habe PSA 21 Millionen Euro zurückgestellt.

PSA Peugeot Citroën hatte im vergangenen Jahr den höchsten Nettoverlust seiner Geschichte hinnehmen müssen. Auf fünf Milliarden Euro summierte sich das Minus. Ein drastischer Sparplan, der die Streichung von insgesamt 8000 Stellen in Frankreich vorsieht, hatte 2012 zu heftigen Auseinandersetzungen mit der sozialistischen Regierung in Paris geführt.

Von

afp

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