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10.01.2011

07:00 Uhr

Philippe Wahl

Neuer Chef bei französischer Postbank

VonHolger Alich

Der Rausschmiss des französischen Postbank-Chefs Patrick Werner überrascht nur wenige. Die Nachricht, wer seine Nachfolge antritt, gar nicht: Jean-Paul Bailly, Chef des französischen Postkonzerns, beruft Philippe Wahl, bislang Chef der französischen Filiale der Royal Bank of Scotland (RBS), an die Spitze der Banque Postale.

PARIS. Mit dem 55-jährigen Philippe Wahl holt sich der französische Post-Chef Bailly einen anerkannten Fachmann des Privatkundengeschäfts an die Spitze der französischen Postbank, seines wichtigsten Gewinnbringers innerhalb des Konzerns. Die beiden kennen sich bereits aus den Anfangstagen der Bank gut, als der Postchef Wahl ein Beratermandat übertrug.

Nun soll der neue Bankchef das Finanzinstitut wieder einreihen und die "Synergien zwischen Bank, Gruppe und Marke" stärken. Ein Bestreben, das dem bisherigen, als äußerst ehrgeizig geltenden Postbank-Chef Werner, dessen Vertrag nicht verlängert wird, fernlag. Diesen unliebsamen Rivalen ist Postchef Bailly somit auf elegante Weise losgeworden.

Wahl, ebenfalls Absolvent der Kaderschmiede ENA, ist ein alter Bekannter in Frankreichs Finanzszene. Nach der üblichen Station in den Minister-Stäben arbeitete er bei der Investmentbank Paribas. Nach deren Übernahme durch die BNP wechselte er zu Frankreichs Sparkassen, wo er mit Erfolg das Filialnetz restrukturierte. Wahl galt als der kommende Mann bei Frankreichs Sparkassen, wurde aber vom damaligen Sparkassenchef Charles Milhaud gefeuert, dem Wahl offenbar zu erfolgreich war. Finanzprofi Wahl heuerte daraufhin beim Industriekonzern Bolloré an, bis er im Sommer 2006 die Leitung der RBS in Frankreich übernahm.

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