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26.08.2012

15:36 Uhr

Plan B

Firmen bereiten sich auf Euro-Desaster vor

Immer mehr Unternehmer und Banker bereiten sich der Beratungsgesellschaft BCG zufolge auf ein Zerbrechen der Euro-Zone vor. Seit geraumer Zeit gäbe es Maßnahmenkataloge, was im Ernstfall zu geschehen habe.

Frankfurter Bankenviertel. Rüsten für den Ernstfall. dpa

Frankfurter Bankenviertel. Rüsten für den Ernstfall.

FrankfurtDeutsche Banken und Industriekonzerne rüsten sich nach Ansicht eines Unternehmensberaters immer mehr für ein Zerbrechen der Euro-Zone. "Rund ein Drittel der Führungskräfte in deutschen Unternehmen hält es für wahrscheinlich, dass der Euro in einen Nord-Euro und einen Süd-Euro zerfallen könnte", sagte Alexander Roos, Partner bei der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG), der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Zwar gehe eine Mehrheit immer noch davon aus, dass der Euro überlebe, aber "sie bereiten sich trotzdem auf den Ernstfall vor", sagte der BCG-Experte.

Große Banken beschäftigen sich seit geraumer Zeit mit Maßnahmenkatalogen im Zusammenhang mit der Euro-Krise. Ebenso wie international tätige Unternehmen haben sie Notfallpläne für den Fall der Fälle vorbereitet. Dazu gehört auch die unternehmensinterne Steuerung von Zahlungsströmen, mit denen die Konzerne ihre Länderrisiken senken wollen.
"Wir spielen Szenarien durch", sagte ein Commerzbank-Insider der "Sonntagszeitung". Das erwarteten Kunden, Mitarbeiter und Bankenaufsicht. "Das heißt nicht, dass wir deren Eintritt erwarten". Einen anderen Banker zitiert die Zeitung mit dem Satz: "Alle Pläne liegen fertig in der Schublade."


Von

rtr

Kommentare (11)

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Account gelöscht!

26.08.2012, 15:51 Uhr

Obwohl Bund, Länder und Kommunen in Deutschland selbst unter einem Schuldenberg von über zwei Billionen Euro ächzen, nimmt die deutsche Regierung nochmals weitere Schulden in Milliardenhöhe auf, um damit die Konkursverschleppung von faktisch zahlungsunfähigen Staaten zu finanzieren.

Das größte Defizit der Bundesrepublik besteht darin, dass sie keine echte Demokratie ist und keine Volksentscheide auf nationaler Ebene kennt.

Dieser Umstand wird von der politischen Klasse dazu missbraucht, seit Jahrzehnten eine Politik gegen das eigene Volk zu betreiben.

Dies wurde insbesondere bei der Einführung des Euro deutlich.

Diese Zwangswährung war von Beginn an zum Scheitern verurteilt und bürdet den Deutschen Haftungsrisiken auf, die die Billionengrenze überschreiten, wenn man die versteckten Haftungsrisiken wie die Vergabe von sogenannten Target-2-Krediten durch die Deutsche Bundesbank oder den Ankauf von Ramsch-Anleihen durch die EZB hinzurechnet.

Die Zeit ist überfällig für eine Revolution und Heranziehung der Verantwortlichen zur Rechenschaft.

Account gelöscht!

26.08.2012, 16:44 Uhr

Klar....wir sind doch auch eine parlamentarische Demokratie und keine direkte....aber hey....
Das WISSEN wir...
Oder sollten wir alle wissen....

"Dieser Umstand wird von der politischen Klasse dazu missbraucht, seit Jahrzehnten eine Politik gegen das eigene Volk zu betreiben."

Wenn dies wirklich so schlimm wäre wie du es darstellst,
hätte es längst eine Revolution gegeben.
Es sei denn du unterstellst die Bevölkerung ist zu dumm
es zu erkennen.
DANN frage ich mich, wie du direkte Demokratie/Volksentscheide mit dummen Leuten praktizieren willst...

Hört doch verdammt nochmal mit euren ewigen Revolutionsaufrufen und populistischem Gegeifere auf,
gründet eine Partei und machts besser...
Denn ja, im bösen faschistischen Deutschland ist tatsächlich die Gründung einer Partei möglich..wirklich und ohne Scherz jetzt....

Account gelöscht!

26.08.2012, 16:54 Uhr

Dass die Unternehmen nicht so blauäugig sind wie dei Politiker ist vollkommen klar.

Wir werden in Europa primär von Juristen wie Schäuble regiert, die keine Ahnung von Wirtschaft haben. Und es ist Zeit die Krise an ihnen dingfest zu machen. Die Zinsen in der Schweiz und in Deutschland sind gleich. Deurschland ist ein Zufluchtsort für Kapitalflucht zu Niedrigzinsen, was sich nur lohnt, wenn dei Spekulation auf eoine Währungsreform aufgeht. Dass die Konzerne länderspezifisch die Risiken ausgleichen, habe ich noch im Grundstudium gelernt. Demnach ist schon längst eine Währungsreform eingepreist. Die Vorstufe haben wir erreicht. Ausführlich auf www.fortunanetz.de
Es wird in Kürze der Zahlungsverkehr nicht mehr reibungslos funktionieren. Und eines hat man dann leider nicht auf dem Schirm: Der Staat ist so schlecht vorbereitet, dass er nicht weiß was passiert, wenn in diesem Zusammenhang irgendwo die Produktion zusammenbricht. Mit der Unterbrechung des Zahlungsverkehrs können auch die Lieferketten zusammenbrechen. Ganz abgesehen davon, dass ein Lieferant nicht mehr weiß, ob er die rechnung bezahlt bekommt. Alles Folge eines Wahnes eine gemeinsame Währung einführen zu müssen ohne dass die Produktionsstrukturen und die Produktivität zusammenpassen. Man kann nur hoffen, dass die EZB darauf genauso gut vorbereitet ist, wie bei der Einführung der DM im Osten.

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