Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

26.06.2013

18:47 Uhr

Pleiteveranstalter

GTI-Urlauber erhalten neues Angebot

Kunden des insolventen Reiseveranstalters GTI Travel können die Rückerstattung ihrer Zahlung einfordern. Es kann aber noch klappen mit der Urlaubsreise: Ein Schweizer Konkurrent will ein Alternativangebot anbieten.

Der Reiseveranstalter GTI Travel ist insolvent, doch die Kunden bekommen ein Alternativangebot. dpa

Der Reiseveranstalter GTI Travel ist insolvent, doch die Kunden bekommen ein Alternativangebot.

DüsseldorfNach der Pleite der Reiseveranstalter GTI Travel und Buchmal Reisen soll rund 60.000 Kunden ein Alternativ-Urlaub angeboten werden. Der Schweizer Konkurrent WTA-X-Travel Group werde den Betroffenen auf Wunsch entsprechende Angebote vorlegen, kündigte der Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters, Jörg Nolte, am Mittwoch an.

Die Kunden müssten jedoch mit Verschiebungen und Abweichungen bei Flügen und Hotels rechnen. Wer von dem Angebot keinen Gebrauch machen wolle, könne seine Forderungen auf eine Rückerstattung des gezahlten Geldes bei dem Versicherer Hanse-Merkur geltend machen. Das Düsseldorfer Amtsgericht hatte den Rechtsanwalt Dirk Andres vor gut zwei Wochen zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt, nachdem die Veranstalter Insolvenz angemeldet hatten.

Bei einer Annahme des Angebots durch den neuen Reiseveranstalter sei vereinbart worden, dass das Schweizer Unternehmen direkt mit der Versicherung abrechnen solle, sagte Nolte. Aus formalen Gründen würden nun zunächst alle Reisen durch den vorläufigen Insolvenzverwalter storniert. Für Kunden mit bereits stornierten Reisen bis zum 30. Juni gelte das Angebot nicht.

Deutschlands größte Reiseveranstalter

Platz 7

Schauinsland Reisen - 701 Millionen Euro Umsatz (Stand: 2012)

Die Duisburger haben sich von einem Transportunternehmen zu einem der größten Reiseunternehmer gemausert. Mittlerweile beschäftigt das Unternehmen 220 Mitarbeiter.

Platz 6

Aida Cruises - 1,1 Milliarden Euro Umsatz

Der Kreuzfahrtkonzern ist nicht nur der größte Arbeitgeber Mecklenburg-Vorpommerns, sondern auch einer der größten deutschen Reisekonzern. Zur Flotte des Unternehmens gehören derzeit zehn Kreuzfahrtschiffe.

Platz 5

Alltours - 1,4 Milliarden Euro Umsatz

Aus einem kleinen Reisebüro in Kleve hat Willi Verhuven einen der größten deutschen Reisekonzerne geformt. Heute sitzt die Firma in Duisburg.

Platz 4

FTI - 1,62 Milliarden Euro Umsatz

Als das Unternehmen in München gegründet wurde, konzentrierte es sich auf Reisen in den Mittelmeerraum. Inzwischen stehen über 80 Länder im FTI-Katalog.

Platz 3

Rewe-Touristik - 3,18 Milliarden Euro Umsatz

Jahn Reisen, Tjaereborg und Meier's Weltreisen - so heißen die großen Marken, die zum Rewe-Konzern gehören. Gemeinsam erwirtschaften Sie einen großen Teil des Umsatzes des Handelskonzerns.

Platz 2

Thomas Cook - 3,2 Milliarden Euro Umsatz

Durch Condor gehört das Reiseunternehmen aus London auch in Deutschland zu den größten Reiseveranstaltern.

Platz 1

Tui Deutschland - 4,47 Milliarden Euro Umsatz

Kein Touristikkonzern ist breiter aufgestellt als die Tui. Allein in Europa betreiben die Hannoveraner 3500 Reisebüros.

Für Kunden, die ihre Reisen kurzfristig zwischen dem 1. Juli und dem 6. Juli antreten wollten, sei man um einen Lösungsvorschlag bemüht, könne dies aber nicht garantieren. Für Reisen vom 7. Juli an gebe es dagegen die Zusage für ein alternatives, gleichwertiges Angebot. Das Schweizer Unternehmen, das in Hünxe bei Duisburg unter dem Namen AMA Rewisen GmbH ein deutsches Tochterunternehmen betreibt, war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Ein Sprecher der Reiseversicherung wies darauf hin, dass bei einer Anmeldung der Ansprüche bei der HanseMerkur voraussichtlich erst in einigen Monaten mit einer Erstattung zu rechnen sei. „Wir können das nicht mehr vor dem Urlaub versprechen“, sagte er. Es seien rund 70.000 Kunden von der Insolvenz betroffen, davon seien rund 5000 Urlauber auf Kosten der Versicherung aus den Zielgebieten zurückgeholt worden. Den durch die Insolvenz entstandenen Schaden bezifferte der Sprecher auf einen zweistelligen Millionenbetrag.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×