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08.03.2016

15:30 Uhr

Post kauf Aktien zurück

Appels Geldsegen

Der Chef der Deutschen Post will für maximal eine Milliarde Euro eigene Aktien zurückkaufen. Das im März startende Rückkaufprogramm ist auf eine Laufzeit von bis zu einem Jahr begrenzt. Nicht nur der Aktienkurs machte Freudensprünge.

Der Post-Chef hatte bereits mehrfach über einen möglichen Aktienrückkauf gesprochen, jetzt wird er in die Tat umgesetzt. dpa

Frank Appel, Vorstandschef der Post

Der Post-Chef hatte bereits mehrfach über einen möglichen Aktienrückkauf gesprochen, jetzt wird er in die Tat umgesetzt.

BonnDie Deutsche Post will mit dem Rückkauf eigener Aktien bis zu 1 Milliarde Euro an ihre Aktionäre zurückgeben. Das Programm solle noch im März anlaufen und in einem Jahr abgeschlossen sein, teilte der weltweit größte Post- und Logistikkonzern am Dienstag in Bonn mit. Die Summe von einer Milliarde Euro ist dabei als Obergrenze vorgesehen. Die Nachricht ließ den Kurs der Postaktie am frühen Nachmittag kräftig in die Höhe schießen.

Die Post-Führung hatte in der Vergangenheit bereits mehrfach über einen möglichen Aktienrückkauf gesprochen, sich den Zeitpunkt aber offengehalten. Auf der Hauptversammlung vor zwei Jahren hatten sich die Bonner den Rückkauf vorsorglich genehmigen lassen.

Als Grund für die jetzige Entscheidung führte die Post den starken Barmittelzufluss des Unternehmens sowie die Gewinnentwicklung an. So habe das Unternehmen das im Herbst gekappte Gewinnziel für 2015 erreicht. Zudem bekräftigte der Vorstand seine bisherigen Pläne zur Gewinnsteigerung für die Jahre 2016 und 2020. Weitere Details will der Konzern bei der Bilanzvorlage an diesem Mittwoch (9. März) veröffentlichen.

Die Konkurrenten der Deutschen Post

DPD

DPD Deutschland gehört zur DPD Group, nach eigenen Angaben das zweitgrößte Netzwerk von Paketdiensten in Europa. Die Zentrale des Unternehmens mit 7500 Mitarbeitern ist in Aschaffenburg (Bayern). Im März 2015 kündigte der Paketdienst an, die Deutsche Post DHL mit einer einheitlichen europäischen Marke herauszufordern. So soll das Paketnetz europaweit auf 22.000 Stationen erweitern werden.

Quelle: dpa

Pin Mail AG

Bei dem Postdienstleister mit Sitz in Berlin dominiert die Farbe Grün - statt Post-Gelb. Die Firma hat rund 1150 Mitarbeiter und beförderte 1999 in der Hauptstadt die ersten Briefsendungen.

Hermes

Der international tätige Handels- und Logistikdienstleister ist ein Tochterunternehmen der Otto Group und beschäftigt rund 9000 Mitarbeiter in Deutschland. In Europa bewegte die Hamburger Firma im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben 530 Millionen Sendungen im Paket- und Logistikgeschäft. Deutschland gehört zu den Kernmärkten.

TNT

Das niederländische Unternehmen ist nach eigenen Angaben einer der weltweit führenden Anbieter von Expressdienstleistungen für Geschäftskunden. Dazu gehört die deutsche TNT Express GmbH mit Sitz in Troisdorf (Nordrhein-Westfalen) mit etwa 3700 Mitarbeitern. Im Jahr 2013 hatten die EU-Wettbewerbshüter eine Fusion mit dem US-Paketdienst UPS untersagt.

UPS

Der US-Paketdienstleister bezeichnet sich als der größte Express- und Paketzustelldienst weltweit mit rund 435 000 Mitarbeitern. Im April 2015 kündigte UPS-Deutschland-Chef Frank Sportolari in der „Wirtschaftswoche“ an, dass der Konzern eine Milliarde Euro in Europa investieren wolle - unter anderem in den Ausbau seiner Sortierzentren und in neue Paketshops.

Von

dpa

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