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19.12.2013

15:31 Uhr

Post-Konkurrent

PIN-Zusteller bekommen mehr Geld

Ab Januar bekommen die Zusteller des Postdienstleisters PIN mehr Geld. Bis 2015 wird das Gehalt der etwa 1000 Mitarbeiter in zwei Stufen angehoben.

Ein Zusteller des privaten Postdienstes PIN Group: „Mitarbeiter, Eigentümer und Management können zufrieden sein“, sagte PIN-Chef Axel Stirl. ASSOCIATED PRESS

Ein Zusteller des privaten Postdienstes PIN Group: „Mitarbeiter, Eigentümer und Management können zufrieden sein“, sagte PIN-Chef Axel Stirl.

BerlinDie Beschäftigten des Postdienstleisters PIN Mail bekommen von Januar an mehr Geld. Die Einkommen der etwa 1000 Mitarbeiter steigen bis 2015 in zwei Stufen um 9,3 Prozent, wie das Unternehmen und die Gewerkschaft Verdi am Donnerstag mitteilten. Der Stundenlohn für die Zusteller soll bei mindestens 8,90 Euro liegen und kann bis zu 10,69 Euro erreichen.

Darauf hatten sich Arbeitgeber und Gewerkschaft am Mittwochabend geeinigt. Der Einstiegslohn für einen Briefträger - bislang monatlich 1380 Euro - steigt im Januar auf 1540 Euro, ein Jahr später auf 1560 Euro. Für 2013 beinhaltet der Abschluss eine Einmalzahlung von 550 Euro. Prämien nach Betriebszugehörigkeit und für die Anwesenheit werden fester Teil des Grundgehalts.

Wo Pakete am Wunschtermin kommen

Deutsche Post DHL

Die Deutsche Post will künftig allen Paketempfängern den Lieferzeitpunkt auf vier Stunden genau mitteilen. Kunden erhalten am Vortag der Zustellung eine E-Mail, in der das Zeitfenster genannt wird. Dafür gibt der Absender des Pakets, zum Beispiel ein Onlineshop die E-Mail-Adresse des Empfängers an DHL weiter. Über das Portal Paket.de können Empfänger auch Wunschtag und Wunschort für die Lieferung festlegen, müssen sich hierfür allerdings registrieren. DHL bietet Versendern außerdem kostenpflichtig an, Pakete per Expresszustellung vor einer bestimmten Uhrzeit zu liefern. Bei den Selbstbedienungs-Packstationen des Konzerns können Kunden rund um die Uhr ihre Lieferungen abholen.

GLS

Der Paketlieferant kann den Zustellzeitpunkt für Empfänger zwischen einer und vier Stunden eingrenzen - je nachdem, wie dicht besiedelt das Liefergebiet ist. Meist kann das Unternehmen nach eigenen Angaben den Liefertermin auf zwei Stunden genau vorhersagen. Das Angebot ist für den Versender kostenfrei. Kann ein Paket weder dem Empfänger direkt zugestellt, noch einem Nachbarn übergeben werden, geht es zur Abholung durch den Kunden in einen Paketshop.

DPD

DPD bietet Versendern die kostenpflichtige Möglichkeit, ein Zeitfenster für Paketlieferungen festzulegen. Dieses Zeitfenster beläuft sich nach Angaben des Unternehmens „auf bis zu drei Stunden“, soll aber künftig nur noch 30 Minuten betragen. Empfänger werden am Zustelltag per SMS oder E-Mail über den erwartbaren Zustellzeitpunkt informiert. Alternativ bietet DPD Empfängern an, sich Pakete in einen DPD-Paketshop in der Nähe schicken zu lassen anstatt an die eigene Adresse.

UPS

Der Paketdienst UPS nennt Empfängern bei Standardsendungen kein bestimmtes Zeitfenster für die Lieferung. Die Zustellung erfolgt demnach "üblicherweise zwischen 09.00 und 17.00 Uhr (und manchmal später) an Privathaushalte". Bis zu drei Zustellversuche würden unternommen, Wochenenden und Feiertage sind bei der Zustellung ausgeschlossen. Als Service können Versender die Expresszustellung vor einer bestimmten Uhrzeit hinzu buchen, wie etwa vor 09.00 Uhr oder vor 10.30 Uhr, ebenso wie teils auch die Samstagszustellung.

Hermes

Der Zustelldienst des Versandhändlers Otto will Empfängern ab kommendem Jahr auf ein bis zwei Stunden genau mitteilen, wann sie beliefert werden. Auch will das Unternehmen künftig verstärkt nach Feierabend liefern, wie Hermes-Chef Hanjo Schneider dem "Handelsblatt" im Februar sagte. Bislang liefert Hermes nach eigenen Angaben von montags bis samstags zwischen acht und 20.00 Uhr. Ein bestimmtes Zeitfenster für die Lieferung ist nach Firmenangaben bislang nicht möglich. Auch Hermes leitet Sendungen auf Wunsch der Empfänger in Paketshops weiter.

„Mitarbeiter, Eigentümer und Management können zufrieden sein“, sagte PIN-Chef Axel Stirl. Der Lohn-Abstand zur Deutschen Post sinke. Dort verdient ein neu eingestellter Briefträger 11,48 Euro pro Stunde, wie ein Postsprecher am Donnerstag sagte.

Von

dpa

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