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05.04.2011

12:07 Uhr

Problem für Nachwuchskräfte

Wenn Englisch zur Karrierebremse wird

VonNele Hansen

Der deutsche Nachwuchs scheitert bei der Suche nach guten Jobs häufig an schlechtem Englisch. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland hier nur auf Platz acht. Doch es gibt erste Hoffnungswerte.

Der Big Ben in London: Die Deutschen haben im Hinblick auf ihre Englisch-Kenntnisse Luft nach oben. Quelle: Reuters

Der Big Ben in London: Die Deutschen haben im Hinblick auf ihre Englisch-Kenntnisse Luft nach oben.

Düsseldorf

Bahnfahrer schmunzeln meist, kurz bevor ihr Zug die nächste Stadt erreicht: Wenn Schaffner auf Englisch den nächsten Bahnhof ankündigen, klingt das meistens eher Deutsch als Englisch. In Zügen auf dem Weg nach Holland glänzen Schaffner hingegen oft mit fließendem Englisch und guter Aussprache.

Eine jetzt veröffentlichte Studie der Organisation EF Education First zeigt: Deutschland belegt bei den Englischkenntnissen im Vergleich zu Nordeuropa und den Benelux-Staaten einen hinteren achten Rang. Norwegen führt die Liste an, gefolgt von den Niederlanden.

Sabine Hansen, Partner-in-Charge bei der Personalberatung Heidrick & Struggles, überrascht das Ergebnis nicht. "Wir stellen auch oft fest, dass Kandidaten aus nordeuropäischen Staaten und den Niederlanden eine höhere Englisch-Kompetenz haben. Das liegt daran, dass sie früh Sprachen lernen, auch weil Filme bei ihnen nicht synchronisiert werden."

In ostdeutschen Schulen sei Englisch vor 1989 kein Pflichtfach gewesen, begründet die Studie. Heute werde an deutschen Schulen zudem nur fünf bis sechs Jahre Englisch als Pflichtfach unterrichtet, in den besser platzierten Ländern allerdings sieben bis zehn Jahre.

Über einen Zeitraum von drei Jahren erfasst die Studie die Englischkenntnisse von über zwei Millionen Teilnehmern aus 44 Ländern. Dazu wurden in Online-Tests Grammatik- und Vokabelkenntnisse, Lese- und Hörverständnis erfasst und in einem "English Proficiency Index" die durchschnittlichen Englischkenntnisse der arbeitenden Bevölkerung ermittelt.

"Fremdsprachenkenntnisse sind in einer zunehmend globalisierten Welt ein wichtiger Wettbewerbsfaktor - sowohl für den einzelnen Arbeitnehmer als auch für den Wirtschaftsstandort Deutschland insgesamt", sagt Eva Kockum, Präsidentin der EF Internationale Sprachschulen.

Kommentare (1)

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Island

06.04.2011, 19:08 Uhr

Deutsch ist die Sprache die in der Europäischen Union am häufigsten gesprochen wird. Die häufigste Sprache in Europa ist Russisch. Dabei achten alle deutschsprachigen Länder auf eine Gemeinsame Sprache (Österreich, Schweiz, Luxemburg, Lichtenstein und die BRD).

Die Englischsprachigen Länder achten auf keine gemeinsame Sprache, die Unterschiede sind schon feststellbar und werden sich in den nächsten Jahren sich weiter Entwickeln.

Bis der Punkt erreicht ist das sich Engländer und Amerikaner sich nicht mehr verständigen können.

Die Bedeutung der Deutschen Sprache gewinnt wieder in Osteuropa an Bedeutung, die hat aber immer noch nicht die Bedeutung die sie bis 1918 innehatte.

Die Vorherrschaft der Englischen Sprache auf der Welt wird es auf Dauer nicht mehr geben. Es entstehen neue Wirtschaftsmächte die Englisch nicht als „Muttersprache“ haben. Die Länder des „Empires“ ¼ der Welt werden sich in Zukunft es sich sehr gut überlegen weiter eine „Europäische Sprache“ zu benutzen, wenn die Bedeutung (wirtschaftliche Gründe)des Englischsprachigen Heimatlandes rückläufig ist.

Dabei halte ich es für einen Vorteil, wenn im Gespräch wenigstens 1 Partei seine Muttersprache verwendet damit Irritationen vermieden werden.

Die Verwendung von „Denglisch“ führt mehr zu Lachanfällen als zu einem Konstruktiven Gespräch.

Dabei bin ich Parteiisch und spreche lieber Spanisch als Englisch.

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