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24.05.2011

16:23 Uhr

Produktplanung

Neuer Opel-Chef schlägt erste Pflöcke ein

VonCarsten Herz

ExklusivMit dem GM-Manager Bruce Kauppila holt Opel einen neuen Leiter für die Produktplanung. Der neue Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke hat sechs Wochen nach dem Führungswechsel an der Opel-Spitze eine erste wichtige personelle Weichenstellung getroffen.

Ein unfertiger Opel Zafira im Opel-Werk in Bochum. Quelle: dapd

Ein unfertiger Opel Zafira im Opel-Werk in Bochum.

Düsseldorf Nach Informationen des Handelsblatts aus Konzernkreisen hat Stracke intern die Ernennung des bisherigen Direktors des Opel-Mutterkonzerns General Motors für Chile, Bolivien und Peru, Bruce Kauppila, zum neuen Leiter der Produktplanung verkündet. Offiziell übernimmt der Amerikaner den Posten am 1. Juni. Der 44-Jährige ersetzt Frank Weber, der Anfang April zum Konkurrenten BMW gewechselt war. Ein Opel-Sprecher bestätigte auf Anfrage, dass Kauppila sich bereits in Deutschland zur Wohnungssuche aufhält.

Kauppila ist seit 1990 für GM in verschiedenen Funktionen tätig und für die Opelaner kein Unbekannter. Neben Nordamerika Mexiko und Italien arbeitete er bereits auch in Deutschland. Auch die Aufgabe ist ihm vertraut. Von 2008 bis 2010 war er Executive Deputy Director Business Planning & Development für GM China. Zusammen mit Kauppila will Stracke dem mitten in der Restrukturierung steckenden Autohersteller mit neuen Modellen eine Führungsposition bei Elektroautos erkämpfen und die Marke langfristig höher positionieren. So soll der Ende des Jahres auf den Markt kommende Opel-Elektrowagen Ampera die Basis für eine ganze Familie von batteriebetriebenen Fahrzeugen von Opel werden.

Stracke sieht gerade im Umbruch zur Elektromobilität für Opel eine Chance, das vor allem in Deutschland lädierte Image wieder aufzufrischen. Zugleich will Stracke mit Kauppila die Marke mit dem Blitz wieder höherwertiger positionieren. So denkt der neue Opel-Chef bereits laut über ein neues Flaggschiff oberhalb der Mittelklasse-Limousine Insignia nach, das die Produktpalette in vier bis fünf Jahren weiter aufwerten soll.

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