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12.01.2004

07:55 Uhr

MOSKAU. Eine Sekretärin braucht David Michailowitsch Jakobaschwili eigentlich nicht. Auch auf Manager könnte er verzichten. Der Aufsichtsratschef und Aktionär des russischen Lebensmittelkonzerns Wimm-Bill-Dann (WBD) macht am liebsten sowieso alles selbst. Kopierer, Scanner und Drucker stehen in Reichweite neben seinem Schreibtisch. „Kopien ziehe ich mir selbst, und wenn ich etwas einscannen muss, mache ich es schnell allein“, sagt der Mann mit dem Schnurrbart.

Außerdem arbeitet er eh meist nachts. „Tagsüber wird man immer durch Telefonate gestört“, verrät der 46-Jährige. So verlässt er sein etwa sechs mal drei Meter großes Büro selten vor drei Uhr morgens. Müdigkeit bekämpft er mit einem Trainingsgerät. Tagsüber reicht ihm ein blauer Gummiball, den er knetet: „Das ist gut für die Herzmuskeln und für den Kopf.“

Der Georgier mit russischem Pass ist ein Arbeitstier. Mit harter Hand steuert er den größten russischen Lebensmittelkonzern WBD mit 23 Werken, vor allem in Russland. Mit Milchprodukten, Mineralwasser, Saft, Käse und Kindernahrung erzielte er in den ersten neun Monaten vergangenen Jahres einen Umsatz von rund 685 Millionen und einen Reingewinn von rund 21 Mill. Dollar.

Und über seine Trinity-Holding wacht er noch über viele andere Firmen: von einer neuen Fabrik für Schutzmasken über eine Firma für neuartige Zigarettenfilter, die er demnächst an die Börse bringen will, bis zum Generalvertrieb für General Motors.

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