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17.03.2004

07:25 Uhr

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Senkrechtstarter an Zwillingstürmen

VonPhilipp Otto (Handelsblatt)

Rainer Neske führt seit einem Jahr den Privat- und Geschäftskundenbereich der Deutschen Bank.

FRANKFURT. Manchmal sagen Zahlen eben mehr als tausend Worte. Eigenkapitalrendite: 51 Prozent vor Steuern. Aufwand-Ertragsrelation 75 Prozent. Rainer Neske hätte noch ein paar mehr derartige Kennziffern zu bieten, und damit Ergebnisse, mit denen sich selbst kleine effiziente Spezialbanken brüsten würden. Dabei handelt es sich um das Ergebnis des Jahres 2003, das die Sparte Privatkundengeschäfts der Deutschen Bank erzielt hat.

Seit nunmehr einem Jahr führt Neske weltweit den Privat- und Geschäftskundenbereich von Deutschlands größter Bank, das erfreuliche Ergebnis ist zu einem großen Teil bereits seiner Arbeit zu zuzuschreiben. Insofern war es ein Senkrechtstart, den der Nachfolger des zur Dresdner Bank abgewanderten Herbert Walter im Führungsgremium der Deutschen Bank gezeigt hat.

Rainer Neske hat seine Chance jedenfalls genutzt. Er hat das Vakuum, dass nach dem Abgang von Walter drohte, gar nicht erst entstehen lassent. Und er hat dabei so überzeugend gehandelt, dass manch einer in- und außerhalb der Bank behauptet, er sei bereits besser als sein Vorgänger. Und der wurde immerhin mehr als einmal als einer der besten Privatkundenbanker Deutschlands bezeichnet.

Dabei ist Neskes Weg für Bankvorstände höchst ungewöhnlich. Denn Neske ist Informatiker, studiert hat er an der Universität Karlsruhe, 1990 stieg er in der Software-Entwicklung der Deutschen Bank ein. Als Bereichsleiter der Abwicklungsabteilung für Wertpapiere, Geld, Devisen sammelte er erstmals Führungserfahrung und übernahm auch internationale Verantwortung. Zu den Privatkundenspezialisten der Deutschen Bank 24 stieß er dann 1999. Mit seinem scharfen analytischen Verstand erarbeitete er sich zügig die zweite Position unter Herbert Walter, den er schließlich beerbt hat.

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