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24.06.2014

20:40 Uhr

Provinzial Nordwest

Ulrich Rüther verlässt die Provinzial

Nach acht Jahren an der Spitze der Provinzial verlässt der Vorstandsvorsitzende Ulrich Rüther Ende 2014 das Unternehmen. Rüther hatte vor anderthalb Jahren durch einen vorgetäuschten Angriff auf ihn Schlagzeilen gemacht.

Ulrich Rüther wird nach acht Jahren die Provinzial verlassen. dapd

Ulrich Rüther wird nach acht Jahren die Provinzial verlassen.

MünsterDie Provinzial Nordwest muss sich nach einem neuen Vorstandsvorsitzenden umschauen. Ulrich Rüther wird den zweitgrößten Versicherer zum Jahresende 2014 verlassen, wie die Provinzial am Dienstag Abend nach einer Sitzung des Aufsichtsrats mitteilte.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Rolf Gerlach dankte Rüther für die „engagierte und erfolgreiche Arbeit“ in den vergangenen acht Jahren. „Herr Rüther hat die Provinzial-Gesellschaften in Kiel und Münster in einer herausfordernden Zeit als anerkannter Fachmann erfolgreich geführt und mit den Kollegen gute betriebswirtschaftliche Ergebnisse erzielt“, sagte Gerlach laut der Mitteilung.

Schlagzeilen hatte der scheidende Unternehmenschef Ende 2012 mit einem vorgetäuschten Angriff auf ihn gemacht. Ein Unbekannter soll den Manager mit einem Schraubenzieher attackiert haben. Er war damals mit leichten Verletzungen in eine Klinik eingeliefert worden. Rüther hatte zunächst von einem solchen Angriff berichtet, dann aber gegenüber Staatsanwaltschaft und Polizei nach deren Angaben eingeräumt, die Attacke erfunden zu haben.

Der Vorstandsvorsitzende war zu diesem Zeitpunkt in die Kritik geraten, nachdem bekannt geworden war, dass die Provinzial Nordwest Gruppe an den Allianz-Konzern verkauft werden könnte.

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Nach einer erfundenen Attacke auf sich selbst musste Ulrich Rüther wochenlang pausieren.

Rüther ist seit Januar 2009 Vorstandschef der Provinzial Nordwest Holding. Der am 18. März 1968 in Ibbenbüren geborene Manager war über den Gerling-Konzern und den Versicherer Ergo zur Provinzial gekommen.

Nach seinem Abgang sieht Rüther selbst das Unternehmen auf einem guten Weg. „Ich blicke gern auf die Zeit hier bei der Provinzial zurück. Wir haben gemeinsam einiges bewegen können und die Gesellschaften erfolgreich weiterentwickelt“, wird Rüther in der Mitteilung zitiert.

Über eine Nachfolge hat der Aufsichtsrat noch nicht entschieden.

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