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06.02.2014

17:12 Uhr

Prozess in Köln

Goldman-Manager trifft auf Oppenheim-Banker

Im Prozess um umstrittene Immobiliengeschäfte der ehemaligen Privatbank Sal. Oppenheim tritt Goldman-Sachs-Deutschlandchef Dibelius am 12. Februar als Zeuge auf. Eine Woche später folgen weitere prominente Zeugen.

Zwei der ehemaligen Sal.-Oppenheim-Verantwortlichen auf der Anklagebank in Köln: Matthias Henning Graf von Krockow (rechts) und Friedrich-Carl Janssen (links). (Archiv) Reuters

Zwei der ehemaligen Sal.-Oppenheim-Verantwortlichen auf der Anklagebank in Köln: Matthias Henning Graf von Krockow (rechts) und Friedrich-Carl Janssen (links). (Archiv)

KölnKommende Woche trifft der Deutschlandchef der US-Investmentbank Alexander Dibelius in einem Kölner Gerichtssaal auf die Angeklagten im Oppenheim-Verfahren. Dibelius soll am 12. Februar aussagen. Angeklagt sind in dem Verfahren die vier ehemals persönlich haftenden Gesellschafter der ehemaligen Privatbank Sal. Oppenheim und der Immobilienunternehmer Josef Esch. Ihnen wird teils Untreue in besonders schwerem Fall, teils Beihilfe dazu vorgeworfen.

Sal. Oppenheim hatte sich in der Finanzkrise verspekuliert und seine Unabhängigkeit eingebüßt. Auf der Zeugenliste in dem Mammutprozess stehen am 20. Februar dann Frauke Menke, die Chef-Bankenaufseherin bei der Finanzaufsichtsbehörde Bafin, sowie Thomas Middelhoff. Der ehemalige Chef des Karstadt-Eigners Arcandor gehört zu den Investoren in Immobilienfonds der Bank, die vor Jahren von der Deutschen Bank geschluckt wurde.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten vor, das Geldhaus mit drei Immobiliengeschäften um rund 145 Millionen Euro geschädigt zu haben. Außerdem sollen sie infolge unzulässig riskanter Kredite einen Schaden von 460 Millionen Euro verursacht haben.

Sal. Oppenheim und Arcandor waren über Kredit- und Immobiliengeschäfte miteinander verwoben. Goldman Sachs hatte in Karstadt-Immobilien investiert.

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