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04.11.2011

10:34 Uhr

Ratgeber

Der beste Schutz vor dem Burnout

VonThorsten Giersch , Ina Karabasz

Burnout ist zum Massenphänomen geworden. Millionen fühlen sich leer – nicht zuletzt auch vom Arbeitgeber ausgebeutet. Horst Conen ist einer der renommiertesten Coachs in diesem Bereich und erklärt, wie Sie sich schützen.

Den Burnout verhindern, indem man besser auf sich aufpasst. dpa

Den Burnout verhindern, indem man besser auf sich aufpasst.

DüsseldorfKaum jemand hat mit dem Thema Burnout mehr praktische Erfahrung als Horst Conen. Der mehrfache Bestsellerautor coacht seit 25 Jahren einzelne Manager, Teams und berät Unternehmen sowie Institutionen. Jetzt ist auf Deutsche die umfangreiche überarbeitete Neuauflage seines Buches „Sei gut zu dir, wir brauchen dich. Vom besseren Umgang mit sich selbst“ herausgekommen.

Darin rät Conen: Passen Sie besser auf sich auf – indem Sie sich selbst die richtigen Fragen stellen und die ehrlich beantworten. Seit dem Erscheinen der ersten Auflage im Jahr 2005 habe sich das Problem Burnout um ein Vielfaches verstärkt. Der Autor hat die zahlreiches Leserbriefe in die neue Version einfließen lasse. Es folgen die wichtigen Fragen inklusive der Unterpunkte und Erklärungen.

Schleppen Sie die Vergangenheit mit sich herum?

Was hindert Sie?

Wollen Sie endlich durchstarten? Vielleicht sogar einen neuen, spannenden Job, eine zweite Karriere beginnen? Aber sie tun es nicht. Erforschen Sie, was Sie hindert und wie Sie die Altlasten Ihrer Vergangenheit loswerden. Denn hier liegen die meisten Gründe verborgen.

Abwertende Sprüche aus der Vergangenheit

Prüfen Sie zuerst, was sich in Ihrer Kindheit, aber auch in den vergangenen Jahren in Ihnen festgesetzt hat. Wie sehen die Sprüche aus, die sie geprägt haben? Ihnen wird auffallen, dass vor allem abwertende Sätze hängen geblieben sind. Stärken Sie Ihr Selbstbewusstsein, indem Sie diese negativen Botschaften gegen positive austauschen.

Verwenden Sie die Ist-Form

Wenn Sie solche positiven Botschaften formulieren, verwenden Sie die Ist-Form. Also nicht Worte wie würde, könnte, will, oder müsste. Und dann trainieren Sie solche Positiv-Botschaften: Schreiben Sie die Sprüche wie eine Regieanweisung auf Zettel oder Karteikarten.

Konfrontation mit schlimmen Erlebnissen

Greifen Sie einen Tag heraus, an dem Sie ungestört sind. Konfrontieren Sie sich ganz bewusst mit schmerzlichen Erfahrungen oder erniedrigenden Ereignissen, also heftigen Niederlagen und Enttäuschungen. Schreiben Sie es auf und verwenden Sie auch Fotos oder Briefe. Dann, am Ende des Tages, nehmen Sie den Haufen und begraben ihn irgendwo. Finden Sie dafür eine letzte Ruhestätte.

Sammeln Sie positive Ereignisse

Jetzt, wo Sie das hinter sich gelassen haben, erinnern Sie sich an besonders positive Momente und sammeln Sie neue Erfahrungen. Belohnen Sie sich und genießen Sie auch die kleinen Momente.

Besiegen Sie den inneren Nörgler

Natürlich haben Sie die innere, negative Stimme noch lange nicht für immer besiegt. Kämpfen Sie mit diesen Taktiken gegen den inneren Nörgler an.

Sagen Sie hallo

Sagen Sie sich: „Na da bist du ja wieder, du Selbstzweifel, Selbstvorwurf oder Schuldgefühl! Was hast du dir heute ausgedacht, um mich vom Weiterkommen abzuhalten?“

Geben Sie dem Nörgeln ein Gesicht

Geben Sie dieser inneren Stimme einen Namen wie zum Beispiel „Meine kleine Nervensäge“. Stellen Sie sich vor, wie sie aussieht: Stampft sie mit dem Fuß auf? Ist sie eher unsichtbar oder wegen ihrer Hässlichkeit sogar zu bemitleiden?

Rufen Sie „Halt!“

Unterbrechen Sie diese innere Stimme sofort, wenn sie sich gegen Sie wendet, Ihnen Fehler vorwirft oder Unzufriedenheit schürt. Sagen Sie ihr Dinge wie: „Du bringst mich nicht dazu, mich wieder schlecht zu fühlen!“

Seien Sie entschlossen

Sagen Sie der inneren Stimme: „Ich weiß, ich kann das, versuche mich nicht, davon abzubringen!“ Das, was gestern war, interessiert nicht mehr. Ziehen Sie das entschlossen durch.

Überzeugen Sie ihn

Sprechen Sie sich Mut zu. Wenn Sie einen Fehler gemacht und die Erinnerung daran immer wieder aufkommt, gehen Sie im Kopf jedes Mal durch, wie Sie einen Schlussstrich unter das Thema setzen. Reagieren Sie mit Geduld, wenn die Selbstgespräche nicht sofort fruchten.

Kommentare (1)

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w.schwachtel

04.11.2011, 13:50 Uhr

Tja und genau das machen viele Menschen. Die lassen sich einfach nicht mehr durch den Arbeitgeber ausbeuten ! Und haben schon lange auf 4 Tage Woche umgestellt. Wenn der ARbeitgeber streß macht, sagt man:"Wenn ich jetzt B mache bleibt aber A liegen." "Beides machen kann ich nciht gleichzeitig". Chef:"Aber das muß fertig werden" "Tja, dann stellen Sie halt noch einen Mitarbeiter ein".

So läuft das ! LASST EUCH NICHT VERKSLAVEN UND MUCKT MAL RECHTZEITIG AUF !

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