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16.04.2012

15:05 Uhr

Reederei

Maersk nach Tod des Patriarchen vor Kurswechsel

Der dänische Reeder Arnold Maersk McKinney Møller ist mit 98 Jahren gestorben. Der ehemalige Vorsitzende der weltgrößten Container-Reederei A.P. Møller Maersk hatte vergangene Woche seinen letzten öffentlichen Auftritt.

Der verstorbene dänische Reeder Arnold Maersk Mc-Kinney Møller. dapd

Der verstorbene dänische Reeder Arnold Maersk Mc-Kinney Møller.

Kopenhagen, BerlinDie weltgrößte Reederei Arnold Møller Maersk hat ihren Patriarchen verloren. Der Großindustrielle Maersk McKinney Møller starb nach Angaben des dänischen Konzerns am Montag im Alter von 98 Jahren. Er war der Sohn des Firmengründers und hatte bis zuletzt maßgeblichen Einfluss auf die Geschicke des Rivalen der Hamburger Hapag-Lloyd. Seinen letzten öffentlichen Auftritt hatte Møller in der vergangenen Woche auf der jährlichen Hauptversammlung.

Analysten schließen nun Änderungen in der Geschäftsstrategie des größten Konzerns des Landes mit 117.000 Mitarbeitern nicht aus. Ein Aktiensplitt sei ebenso denkbar wie ein Verkauf der Maersk-Anteile an der Danske Bank oder der Kette Dansk Supermarket, hieß es.

Wegen dieser Spekulationen stieg die Møller-Maersk-Aktie am Montag zeitweise um rund sechs Prozent.

Mc-Kinney Møller hielt bis zuletzt ein Aktienpaket an Møller-Maersk und führte die Familienstiftung, die mehr als 50 Prozent der Stimmrechte kontrolliert. Das Unternehmen war 1904 von Peter Maersk Møller und seinem Sohn Arnold Peter gegründet worden - dem Vater des jetzt Verstorbenen. 1965 übernahm McKinney Møller selbst die Führung. 1993 gab er die Leitung des Tagesgeschäfts und 2003 den Vorsitz des Verwaltungsrates ab. Bis zuletzt hatte er aber bei Entscheidungen ein wichtiges Wort mitzureden.

Møller Maersk ist über die Jahre zu einem internationalen Konglomerat in 130 Ländern aufgestiegen. Das Unternehmen betreibt die weltgrößte Container-Flotte (Maersk Line), eine Öl- und Gasförderung vor allem in der Nordsee sowie Supermärkte und Hafenanlagen.

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