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04.09.2013

13:23 Uhr

Reiseanbieter

Keine Ägypten-Reisen bis Oktober

Das Auswärtiges Amt rät wegen der politischen Unruhen weiterhin von Reisen nach Ägypten ab. Deutsche Reisekonzerne haben deshalb ihre Reisesperre verlängert. Das wirkt sich auch auf die Aktien der Unternehmen aus.

Anleger zeigen sich besorgt: In London brachen die Aktien von Thomas Cook mehr als fünf Prozent ein. dpa

Anleger zeigen sich besorgt: In London brachen die Aktien von Thomas Cook mehr als fünf Prozent ein.

FrankfurtDeutschlands Reisekonzerne sagen wegen der politischen Unruhen in Ägypten weitere Reisen in das Land ab. Marktführer TUI, Konkurrent Thomas Cook und der kleinere Anbieter Alltours verlängerten am Mittwoch ihre Reisesperren für das krisengeschüttelte Land bis zum 29. September. Das Auswärtige Amt rate weiter von Urlauben in Ägypten ab, hieß es zur Begründung. Seit dem Sturz des ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi vor zwei Monaten wird das beliebte Reiseland immer wieder von gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Mursi-Gegnern und -Anhängern erschüttert. Hunderte Menschen sind bereits ums Leben gekommen.

TUI beobachte die Situation sehr genau, teilte der Konzern mit. „Ob ab Oktober wieder Urlaubsflieger mit TUI Gästen in Richtung Ägypten starten werden, hängt von der weiteren Einschätzung des Auswärtigen Amtes ab.“ Ägypten rangiert in den Top Ten der beliebtesten Reiseziele der Deutschen.

Deutschlands größte Reiseveranstalter

Platz 7

Schauinsland Reisen - 701 Millionen Euro Umsatz (Stand: 2012)

Die Duisburger haben sich von einem Transportunternehmen zu einem der größten Reiseunternehmer gemausert. Mittlerweile beschäftigt das Unternehmen 220 Mitarbeiter.

Platz 6

Aida Cruises - 1,1 Milliarden Euro Umsatz

Der Kreuzfahrtkonzern ist nicht nur der größte Arbeitgeber Mecklenburg-Vorpommerns, sondern auch einer der größten deutschen Reisekonzern. Zur Flotte des Unternehmens gehören derzeit zehn Kreuzfahrtschiffe.

Platz 5

Alltours - 1,4 Milliarden Euro Umsatz

Aus einem kleinen Reisebüro in Kleve hat Willi Verhuven einen der größten deutschen Reisekonzerne geformt. Heute sitzt die Firma in Duisburg.

Platz 4

FTI - 1,62 Milliarden Euro Umsatz

Als das Unternehmen in München gegründet wurde, konzentrierte es sich auf Reisen in den Mittelmeerraum. Inzwischen stehen über 80 Länder im FTI-Katalog.

Platz 3

Rewe-Touristik - 3,18 Milliarden Euro Umsatz

Jahn Reisen, Tjaereborg und Meier's Weltreisen - so heißen die großen Marken, die zum Rewe-Konzern gehören. Gemeinsam erwirtschaften Sie einen großen Teil des Umsatzes des Handelskonzerns.

Platz 2

Thomas Cook - 3,2 Milliarden Euro Umsatz

Durch Condor gehört das Reiseunternehmen aus London auch in Deutschland zu den größten Reiseveranstaltern.

Platz 1

Tui Deutschland - 4,47 Milliarden Euro Umsatz

Kein Touristikkonzern ist breiter aufgestellt als die Tui. Allein in Europa betreiben die Hannoveraner 3500 Reisebüros.

Die Reisekonzerne hatten Mitte August alle Ägypten-Reisen zunächst bis Mitte September wegen der unsicheren Lage dort abgesagt, auch wenn es in den Urlaubsregionen am Roten Meer weitestgehend ruhig ist. Der Reiseanbieter DER Touristik hält nach Angaben einer Sprecherin daher zunächst an der Entscheidung fest, ab dem 16. September wieder Reisende in die dortigen Badeorte zu schicken. TUI fliegt dagegen in den nächsten Tagen die letzten in dem Land verbliebenen Urlauber aus. Reisende mit gebuchten Ägypten-Urlauben im September und Oktober erhielten ihr Geld zurück oder könnten kostenlos umbuchen, hieß es.

Anleger zeigten sich besorgt: In London brachen die Aktien von Thomas Cook mehr als fünf Prozent ein, TUI-Aktien notierten 1,7 Prozent im Minus.

Von

rtr

Kommentare (1)

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volley

04.09.2013, 14:21 Uhr

das Aswärtigeamt hat für Ägypten eine TEILreisewarnung ausgesprochen, also ist der Grund der Reiseveranstalter eine "faule Ausrede" ...... da sie ihre Flieger und Hotels Vorort schon länger abgesagt haben , wie sonst lässt es sich erklären , das Hotels von TUI und anderen bis ENDE Okt . geschlossen haben und ihr Personal nach Hause geschickt haben ????? So bekomme ich natürlich ein Land das vom Tourismus abhängig ist "kaputt" und kann dann später für wenig Geld Zimmer buchen ...denn dann können sie die Preise vorgeben ....... die aber nicht an den Verbraucher weitergegeben werden ... denn jetzt schon werden im Durchschnitt nur 19 $ pro Person All IN von den veranstalter an die Hotels gezahlt !!!

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