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25.09.2013

11:29 Uhr

Reisekonzern

Tui nimmt Ägypten wieder als Reiseziel auf

Nachdem das Auswärtige Amt die Reisewarnung für Teile Ägyptens zurückgenommen hat, will der Reisekonzern Tui Ziele wie Luxor wieder ins Programm nehmen. Damit kann der Konzern das Wintergeschäft wieder nutzen.

Sitz des Reisekonzerns Tui: Ägypten-Ziele können ab sofort wieder gebucht werden. Reuters

Sitz des Reisekonzerns Tui: Ägypten-Ziele können ab sofort wieder gebucht werden.

HannoverNach Reiseveranstalter Thomas Cook nimmt auch Marktführer TUI Badeurlaube in Ägypten ab sofort wieder ins Programm. Das Auswärtige Amt habe seine Lageeinschätzung geändert und rate nicht mehr von Reisen ans Rote Meer ab, begründet TUI am Mittwoch den Schritt. Die TUI-Hotels dort seien wieder geöffnet und die Reiseleitung startbereit. TUI prüfe derzeit, ob neben den Badeorten auch wieder Reisen nach Kairo und Luxor sowie Nilkreuzfahrten angeboten werden könnten. Der Touristikkonzern hatte - ähnlich wie viele andere Anbieter - Ägypten wegen der heftigen politischen Unruhen Mitte August von der Urlaubslandkarte gestrichen. Rivale Thomas Cook (Neckermann Reisen, Öger Tours) war bereits vor einer Woche vorgeprescht und hatte wieder Pauschalpakete für Urlaubsressorts in Hurghada, Marsa Alam und Scharm el-Scheich angeboten.

Der Neustart in Ägypten kommt für TUI zur rechten Zeiten: Das Land ist im Winter wegen der angenehmen Temperaturen ein gefragtes Reiseziel von Deutschen, die von Eis und Schnee genug haben. Ägypten rangiert in den Top Ten der beliebtesten Urlaubsdestinationen der Bundesbürger. Nach Angaben des Reiseverbands DRV urlaubten dort 2012 etwa 1,2 Millionen Deutsche.

Die Reisebranche ist eine der wichtigsten Stützen der ägyptischen Wirtschaft - die Einnahmen beliefen sich 2011 auf 8,7 Milliarden Dollar. Die blutigen Unruhen im Sommer trafen das Land hart, da sich der Tourismus gerade erst von der Revolution vor zwei Jahren erholt hatte. "Vor allem im Sinne unserer ägyptischen Partner wünschen wir uns, schnell wieder zur Normalität zurückzukehren", sagte TUI-Deutschland-Chef Christian Clemens.

Von

rtr

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