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16.01.2013

17:00 Uhr

Reisekonzern

Tui und Tui Travel sprechen über Zusammengehen

Ein Name, zwei Unternehmen: Tui und Tui Travel sprechen über eine Zusammenführung. Eine Übernahme von Tui durch die Tochter Tui Travel dementiert der Konzern jedoch.

Eine Fusion könnte Einsparungen von 500 Millionen Euro erzielen, sagten zwei der Insider. Reuters

Eine Fusion könnte Einsparungen von 500 Millionen Euro erzielen, sagten zwei der Insider.

Frankfurt/CrawleyDer Reisekonzern Tui spricht mit seiner börsennotierten Veranstaltungstochter Tui Travel über eine mögliche Zusammenführung der beiden Unternehmen. „Die Gespräche sind in einem sehr frühen Stadium“, teilte Tui Travel am Mittwoch in Crawley bei London mit. Tui habe sich dazu an die unabhängigen Aktionärsvertreter im Verwaltungsrat gewandt.

Eine Übernahme der Tui AG durch ihre Tochter, an der Börse als „Reverse Takeover“ bezeichnet, sei hingegen nicht geplant, hieß es. Damit wies Tui Travel anderslautende Medienberichte vom gleichen Tag zurück. Der Tui-Konzern mit Sitz in Hannover hält 56,4 Prozent an Tui Travel.

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Die Tochter entstand 2007 durch die Fusion von großen Teilen des Tui-Reisegeschäfts mit dem britischen Rivalen First Choice – seitdem ist Tui Travel an der Londoner Börse notiert. Jedoch wurden nicht alle Reiseaktivitäten verschoben - unter anderem gehören die Kreuzfahrtsparte und einige Hotels noch zum Mutterkonzern, ebenso wie ein Anteil an Deutschlands größter Reederei Hapag-Lloyd.

Die Schifffahrt verliert seit einem Strategieschwenk 2008 an Bedeutung und seitdem prüfen die Eigner Konzepte, um die Kosten bei Tui und Tui Travel durch ein Zusammengehen zu drücken. Die Unternehmen verfügen beispielsweise über eigene Zentralen - in Hannover und London. Eine Fusion könnte Einsparungen von 500 Millionen Euro erzielen, sagten zwei Insider. Analysten veranschlagen das Sparpotenzial auf lediglich etwa 100 Millionen Euro.

Größte Aktionäre der Tui AG sind der russische Milliardär Alexej Mordaschow mit 25 Prozent und der Schifffahrtsunternehmer John Fredriksen aus Norwegen mit 15 Prozent. Mordaschow und Fredriksen waren 2008 und 2009 bei der Tui AG eingestiegen, zu Kursen weit über dem derzeitigen Niveau von 7,45 Euro. Das Investment war für die beiden deshalb ein Millionengrab. Fredriksen hat auch bei Tui Travel einen Fuß in der Tür – mit einer Beteiligung von 5,4 Prozent ist er zweitgrößter Aktionär des englischen Unternehmens.

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