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07.06.2013

19:27 Uhr

Reisen storniert

Öger Tours und Tui helfen Urlaubern bei Rückkehr nach GTI-Pleite

Nach seiner Insolvenz hat der Reiseveranstalter GTI alle Urlaubsreisen bis zum 17. Juni storniert. Die gestrandeten Urlauber in der Türkei und Ägypten erhalten unterdessen Hilfe von Öger Tours und Tui.

Der Reiseanbieter GTI ist pleite. Urlaubern, die mit dem Unternehmen ihre Reisen gebucht haben, wird nun von Öger Tours und Tui geholfen. dpa

Der Reiseanbieter GTI ist pleite. Urlaubern, die mit dem Unternehmen ihre Reisen gebucht haben, wird nun von Öger Tours und Tui geholfen.

Düsseldorf/HamburgDer insolvente Reiseveranstalter GTI Travel hat weitere Urlaubsreisen storniert. Bis einschließlich Montag, 17. Juni, wurden alle Reisen der beiden zur türkischen Kayi-Gruppe gehörenden Reiseveranstalter GTI Travel und Buchmal Reisen abgesagt. Zuvor waren bereits alle Reisen bis zum 10. Juni gestrichen worden. Es sei derzeit noch unklar, was mit gebuchten Reisen geschieht, die nach dem 17. Juni stattfinden sollen, hieß es in einer Mitteilung der Unternehmen am Freitag in Düsseldorf.

Die Reiseveranstalter hatten am Montag ihre Zahlungsunfähigkeit erklärt und beim Amtsgericht Düsseldorf einen Insolvenzantrag gestellt, der aber vom Gericht beanstandet worden war. Gut 5000 Menschen waren von der GTI-Pleite im Urlaub überrascht worden, die meisten in der Türkei.

Der Rücktransport von Urlaubern aus den Zielgebieten läuft über die deutschen Reiseveranstalter Öger Tours und TUI. Öger Tours bringt 2000 Türkei-Urlauber zurück nach Deutschland und TUI bucht laut einer Mitteilung vom Freitag GTI-Geschädigte in Ägypten auf eigene Hotels um.

Öger Tours war von der Versicherung HanseMerkur, dem Insolvenzversicherer von GTI, mit der Heimholaktion beauftragt worden. Der Hamburger Veranstalter soll der Versicherung zufolge bis zum 11. Juni dafür sorgen, dass die von der Pleite betroffenen Urlauber in ihren Hotels abgeholt und zurück nach Deutschland geflogen werden. Dafür seien auch zusätzliche Kontingente bei verschiedenen Fluggesellschaften geordert worden.

Die TUI kümmert sich nun in Ägypten um Urlauber, die wegen der GTI-Insolvenz aus den Hotels gewiesen oder zur Vorkasse aufgefordert wurden. TUI bucht diese Betroffenen in ihre Partnerhotels um, ohne dass sie ein zweites Mal für den Hotelaufenthalt zahlen müssen. TUI-Mitarbeiter organisierten auch die Rückflüge der GTI-Opfer.

Zusammen mit GTI hatte zum Wochenanfang auch die türkische Fluggesellschaft Sky Airlines den Betrieb für den deutschen Markt eingestellt, mit der viele GTI-Kunden in Urlaubsgebiete geflogen waren. Sie gehört wie GTI zur türkischen Kayi Unternehmensgruppe.

In der kommenden Woche will GTI Travel einen überarbeiteten Insolvenzantrag vorlegen. Die Vorlage eines entsprechenden Schriftstücks habe der Anwalt des Unternehmens für Montag angekündigt, sagte der Sprecher des Düsseldorfer Amtsgerichtes, Mihael Pohar. Ein erster Antrag war von dem Gericht beanstandet worden.

Ohne Feststellung der Insolvenz kann die Reiseversicherung nicht zahlen. Das trifft die Kunden, die ihren Urlaub bei GTI Travel bereits bezahlt haben, aber noch nicht abgereist sind. Kunden des Düsseldorfer Reiseveranstalters, die bereits im Ausland sind, werden dagegen auf Kosten der Versicherung nach Hause befördert.

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