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06.03.2014

16:32 Uhr

Reiseportal

Opodo zieht an die Börse

Die Muttergesellschaft des Reiseportals Opodo will Schulden abbauen und Expansionen finanzieren – mit einem Börsengang von Opodo. Aber nicht nur Odigeo, sondern auch die Eigner wollen durch die Neuemission Kasse machen.

Urlaub auf Mallorca – vermittelt durch Opodo oder einem anderen Internet-Reisevermittler von Odigeo. dpa

Urlaub auf Mallorca – vermittelt durch Opodo oder einem anderen Internet-Reisevermittler von Odigeo.

MadridDas Online-Reiseportal Opodo drängt an die Börse. Die spanische Muttergesellschaft Odigeo, der zahlreiche weitere Internet-Reisevermittler gehören, machte ihre Pläne am Donnerstag öffentlich. Für die Madrider Börse wäre es die erste Neuemission, seit die Sparkassen-Holding Bankia 2011 den Sprung schaffte. Odigeo selbst soll mit der Emission rund 50 Millionen Euro einnehmen, um Schulden abzubauen und die weitere Expansion zu finanzieren.

Zugleich wollen die Eigner, die Finanzinvestoren Permira und Ardian (ehemals Axa Private Equity) sowie das Management, Kasse machen. Organisiert wird der ausschließlich an institutionelle Anleger gerichtete Börsengang von dem US-Institut JPMorgan und der Deutschen Bank.

Im Geschäftsjahr 2012/13 (bis Ende März) erwirtschaftete Odigeo mit seinen Marken Opodo (Deutschland, Großbritannien und Frankreich), eDreams (Spanien, Italien, Portugal), Travellink (Skandinavien) und GO Voyages (Frankreich) einen Umsatz von 4,2 Milliarden Euro. Zwischen April und Dezember 2013 verzeichneten die Portale 7,3 Millionen Flug-, Hotel- und Reisebuchungen.

Welche Nation ist Reiseweltmeister?

Platz 10

Italien: Die Italiener, selbst mit einem wunderschönen Land gesegnet, gaben im Jahr 2012 über 20 Milliarden US-Dollar für Reisen ins Ausland aus.

(Quelle: UNWTO, Commerzbank Research)

Platz 9

Australien: Die Australier sind reisesüchtig. Man trifft sie an allen touristischen Hotspots der Welt. Entsprechend hoch sind ihre Ausgaben für Reisen ins Ausland - 2012 betrugen diese über 25 Milliarden US-Dollar.

Platz 8

Japan: Die Bewohner des Inselstaates gaben im vergangenen Jahr knapp unter 30 Milliarden US-Dollar bei Auslandsreisen aus. Sie bevorzugen Ziele in China, Südkorea oder den USA.

Platz 7

Kanada: Auch die Kanadier sind reisefreudig. Sie gaben im Jahr 2012 geschätzte 33 Milliarden US-Dollar dafür aus. Sie mögen besonders gerne europäische Städte: Paris und London zum Beispiel.

Platz 6

Russland: Die Russen gaben im vergangenen Jahr knapp 40 Milliarden US-Dollar bei ihren Reisen ins Ausland aus. Ein besonders beliebtes Reiseziel für betuchte Gäste aus Sankt Petersburg und Moskau: Die Mittelmeerinsel Zypern.

Platz 5

Die Franzosen gaben im Jahr 2012 knapp 40 Milliarden US-Dollar für Reisen aus.

Platz 4

England: Die Touristen aus den britischen Inseln reisen gerne nach Südeuropa - dahin, wo die Sonne den ganzen Tag scheint und das Essen schmeckt. Für ihre Reiseaufenthalte gaben die Briten im Jahr 2012 über 50 Milliarden US-Dollar aus.

Platz 3

BRD: Deutschland, lange Jahre der Reiseweltmeister, rutscht vom Thron auf Platz drei ab. Die Ausgaben betrugen das Jahr 2012 geschätzt 82 Milliarden US-Dollar.

Platz 2

Amerika: Die US-Amerikaner bleiben freudige Fernreisende. Egal, ob in der Welt oder im eigenen Land, wo sie auf faszinierende Ziele wie den Grand Canyon treffen. Ihre Ausgaben für Tourismus & Co lagen im Jahr 2012 bei über 85 Milliarden US-Dollar.

Platz 1

China: Die Touristen aus dem Reich der Mitte haben nicht nur die Deutschen vom Thron der Vielreisenden geschubst, sondern sie geben auch das meiste Geld bei ihren Reisen aus. Schätzungen zufolge betrugen die Urlaubsausgaben der Chinesen im Jahr 2012 über 90 Milliarden US-Dollar. Die Ausgaben nahmen im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent zu. Die Chinesen sind damit Reiseweltmeister.

Die Unternehmen, die unmittelbar mit chinesischen Touristen zu tun haben, stellen sich auf den Ansturm aus Asien ein. Zum Beispiel am Frankfurter Flughafen: Dort sprechen einzelne Mitarbeiter in Duty-Free-Shops mittlerweile Mandarin.

Der operative Gewinn lag in den neun Monaten bei 88,8 Millionen Euro. Odigeo zählt mehr als 1500 Mitarbeiter und 14 Millionen Kunden. Opodo gehört seit 2011 zu Odigeo. Insidern zufolge bereitet in Spanien auch der Kabelanbieter Ono einen Börsengang vor. Für das Unternehmen hat allerdings auch Vodafone ein Übernahmeangebot vorgelegt.

Von

rtr

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