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20.06.2013

13:18 Uhr

Reiseveranstalter

Urlaub mit Tui wird etwas teurer

Wer mit Tui in den Winterurlaub fährt, muss dafür künftig mehr bezahlen als bisher. Ab der kommenden Saison hebt das Unternehmen seine Reisepreise leicht an – und das, obwohl der Umsatz weiter steigt.

Das Tui-Logo: Der Reiseveranstalter hebt ab der Wintersaison die Preise an. dpa

Das Tui-Logo: Der Reiseveranstalter hebt ab der Wintersaison die Preise an.

ArosaDer Urlaub kann im kommenden Winter etwas teurer werden: Tui hebt die Preise für die nächste Saison an. Für Fernreisen werden im Schnitt 1,5 Prozent mehr fällig, für den Urlaub an Zielen auf der Kurz- und Mittelstrecke 2,5 Prozent, teilte Tui Deutschland am Donnerstag bei der Vorstellung der Winterkataloge 2013/14 in Arosa (Schweiz) mit.

Für den Autourlaub steigen die Preise um 2 Prozent. Die Preiserhöhungen lägen damit etwa auf der Linie der Inflationsrate, sagte der Chef von Tui Deutschland Christian Clemens.

Die verrücktesten Übernachtungsmöglichkeiten

Gefängnis

Im ehemaligen Untersuchungsgefängnis in Kassel konnten Gäste bis Ende 2012 ihre Nächte verbringen. Draußen auf den Mauern windet sich Stacheldraht, drinnen reiht sich auf den mit Linoleum ausgelegten Gängen eine Zelle an die nächste: eng, mit brüchigen Fliesenböden und Neonröhrenbeleuchtung. Duschen gibt es nur auf dem Flur. „Die Leute nehmen das super gut an", sagt Betreiber Gotthard Fels. „Und über 90 Prozent sagen hinterher: Das war eine tolle Erfahrung."

Indoor-Camping

Auf Natur kommt es den Gästen des Indoor-Campingplatzes in Berlin-Neukölln gerade nicht an. Der „Hüttenpalast" ist in die rustikalen Gemäuer einer ehemaligen Möbelfabrik gebaut. Jeweils drei individuell gestaltete Wohnwagen und -hütten stehen in dem lichtdurchfluteten Raum im Halbkreis beieinander. Die Einrichtung wurde im Mai 2011 eröffnet. Auf dem Gelände solle vor allem das Gefühl von Geborgenheit und Zusammenhalt, wie es dies auch auf anderen Campingplätzen gibt, vermittelt werden, sagte Gründerin und Inhaberin Sabine Lorenzen. Eine Nacht im Wohnwagen kostet 65 Euro für zwei Personen.

Amtsgericht

In den Zellen des alten Amtsgerichts im nordrhein-westfälischen Petershagen übernachten pro Saison bis zu 700 Gäste. Stilecht wird dort in metallenen Doppelstockbetten geschlafen und wer will, kann sich sogar einen gestreiften Sträflingsanzug leihen. Die Nacht kostet 25 Euro pro Person.

Eisenbahnwaggons

Auch in Brandenburg können Gäste an ungewöhnliche Orten schlafen. So verbringen Touristen in einem ehemaligen Hafengelände nahe Groß Neuendorf ihre Nächte in umgebauten Eisenbahnwaggons.

Hausboot

In Brandenburg sind auch schwimmende Ferienhäuser auf der Havel oder in der künstlichen Seenlandschaft der Lausitz gefragt.

Kanalrohr

Doch es gibt noch einfachere Schlafstellen: Wer schon immer mal in einem Kanalisationsrohr träumen wollte, kann dies in Bottrop erleben. Das Parkhotel bietet seit 2011 Schlafplätze in fünf Rohren, die auf dem ehemaligen Gelände einer Kläranlage aufgestellt sind. „Anfänglich hatten wir gedacht, dass vor allem Radfahrer kommen würden, die eine günstige Übernachtungsmöglichkeit suchen", sagt Gregor Evers, der für das Hotel der Arbeitsförderungsgesellschaft Gafög zuständig ist. Doch es habe sich herausgestellt, dass der Kreis der Interessenten viel größer sei.

Die Schlafplätze werden von Besuchern aller Altersklassen gebucht. Auch Rentner hätten schon in den Kanalrohren genächtigt. „Sie haben sich Klappstühle mitgebracht, sich abends vor ihre Rohre gesetzt und einen Wein getrunken", berichtet „Hotel-Chef" Evers.

Weinfass

Auch im übrigen Deutschland gibt es zahlreiche außergewöhnliche Betten. In der Nähe des hessischen Rüdesheim, im Hotel „Lindenwirt“, können Touristen bereits seit Anfang der 1970er Jahre in Weinfässern schlafen. Die Innenausstattung ist spartanisch, immerhin hat das Doppelzimmer sogar Dusche und WC. Der Preis ist mit 39 Euro die Nacht in der Hochsaison überschaubar. Ob die Weinprobe inklusive ist?

Ziegenstall

Mit Schlafstätten mitten in der Natur bietet der Wildwald „Vosswinkel“ nahe Menden im Sauerland außergewöhnliche Übernachtungsorte an. Dazu gehört ein Ziegenstall, in dem bis zu 15 Personen Platz finden – samt Zicklein. Wer's luftiger mag, kann die Nacht in einem Hochsitz verbringen.

Baumhaus

In Deutschlands erstem Baumhaushotel in Neißeaue, Deutschlands östlichster Gemeinde direkt an der Grenze zu Polen können die Besucher zwischen acht Baumhäusern als Übernachtungsmöglichkeit wählen. Das Herz des Hotels ist eine Feierplattform, von wo aus die Wipfelstege zu den Baumhäusern führen.

Die „Kulturinsel Einsiedel“ verspricht einen wunderschönen Blick über das Neißetal bis über die polnische Grenze hinaus, den man auch beim morgendlichen Besuch der Höhendusche inklusive Freilufttrocknung genießen könne. Im Baumstammlokal gibt es morgens ein Frühstücksbüffet.

In der aktuellen Sommersaison hat der Veranstalter beim Umsatz weiter zugelegt. Ein Plus von vier Prozent hatte der Mutterkonzern Tui Travel PLC schon im Mai mitgeteilt. Seitdem habe sich das Geschäft noch verbessert, sagte Tui-Deutschland-Chef Christian Clemens. Ein erstaunliches Comeback gebe es für Griechenland mit einem Umsatzplus von 14 Prozent. Für Spanien sind es plus 5, allein für Mallorca plus 10 Prozent. Auch die Türkei hat beim bisherigen Sommergeschäft um 11 Prozent dazugewonnen. Bislang hätten die Unruhen dort kaum Auswirkungen auf das Buchungsverhalten der Tui-Kunden.

Von

dpa

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