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16.08.2013

15:16 Uhr

Reisewarnung

Alle Reisen nach Ägypten abgesagt

Die politische Krise in Ägypten hat nun auch Auswirkungen auf das Tourismusgeschäft. Mehrere Reiseveranstalter wird bis Mitte September keine Ziele im Land mehr anfliegen. Dabei sind die Ferienregionen unbeeinträchtigt.

Die Pyramiden und die Sphinx werden trotz des drohenden Bürgerkriegs wohl auch in Zukunft ein beliebtes Reiseziel bleiben. ap

Die Pyramiden und die Sphinx werden trotz des drohenden Bürgerkriegs wohl auch in Zukunft ein beliebtes Reiseziel bleiben.

FrankfurtDie Reisekonzerne TUI, Thomas Cook und Alltours streichen nach den jüngsten Gewaltausbrüchen in Ägypten vorerst alle Reisen in das Land. Sämtliche Urlaubsreisen von Deutschland nach Ägypten seien bis einschließlich 15. September abgesagt, teilten die drei Firmen am Freitag mit. Mit den Annullierungen reagieren die Unternehmen auf die neue Lageeinschätzung des Auswärtigen Amtes, das vor Reisen in das Land abrät. Kunden, deren Reise bevorstehe, könnten auf andere Ziele umbuchen, hieß es.

Bei TUI betreffe die Absage auch die Marken 1-2-FLY, Airtours und Discount Travel. Urlauber, die sich derzeit in den Baderegionen am Roten Meer befinden, könnten ihren Urlaub fortsetzen, da es in den Ferienregionen unverändert ruhig sei, erklärte TUI Deutschland . Abreisewillige sollten sich an die Reiseleitung vor Ort wenden, hieß es. Derzeit urlauben mit TUI etwa 6000 Deutsche in Badeorten am Roten Meer. Die Lufthansa lässt sich nicht abschrecken. Da der Flughafen von Kairo vom Auswärtigen Amt als sicher eingestuft werde, fliege die Airline die ägyptische Hauptstadt wie gehabt von Frankfurt und München an, sagte eine Konzernsprecherin.

Deutschlands größte Reiseveranstalter

Platz 7

Schauinsland Reisen - 701 Millionen Euro Umsatz (Stand: 2012)

Die Duisburger haben sich von einem Transportunternehmen zu einem der größten Reiseunternehmer gemausert. Mittlerweile beschäftigt das Unternehmen 220 Mitarbeiter.

Platz 6

Aida Cruises - 1,1 Milliarden Euro Umsatz

Der Kreuzfahrtkonzern ist nicht nur der größte Arbeitgeber Mecklenburg-Vorpommerns, sondern auch einer der größten deutschen Reisekonzern. Zur Flotte des Unternehmens gehören derzeit zehn Kreuzfahrtschiffe.

Platz 5

Alltours - 1,4 Milliarden Euro Umsatz

Aus einem kleinen Reisebüro in Kleve hat Willi Verhuven einen der größten deutschen Reisekonzerne geformt. Heute sitzt die Firma in Duisburg.

Platz 4

FTI - 1,62 Milliarden Euro Umsatz

Als das Unternehmen in München gegründet wurde, konzentrierte es sich auf Reisen in den Mittelmeerraum. Inzwischen stehen über 80 Länder im FTI-Katalog.

Platz 3

Rewe-Touristik - 3,18 Milliarden Euro Umsatz

Jahn Reisen, Tjaereborg und Meier's Weltreisen - so heißen die großen Marken, die zum Rewe-Konzern gehören. Gemeinsam erwirtschaften Sie einen großen Teil des Umsatzes des Handelskonzerns.

Platz 2

Thomas Cook - 3,2 Milliarden Euro Umsatz

Durch Condor gehört das Reiseunternehmen aus London auch in Deutschland zu den größten Reiseveranstaltern.

Platz 1

Tui Deutschland - 4,47 Milliarden Euro Umsatz

Kein Touristikkonzern ist breiter aufgestellt als die Tui. Allein in Europa betreiben die Hannoveraner 3500 Reisebüros.

Die Bundesregierung rät angesichts der blutigen Unruhen in Ägypten von Reisen in das ganze Land ab. Das gelte auch für die bei deutschen Urlaubern beliebten Badeorte am Roten Meer, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes. „Aufgrund der aktuellen Lage und der unvorhersehbaren Entwicklungen müssen wir von Ägypten-Reisen dringend abraten.” Für den Norden der Sinai-Halbinsel sowie die Grenzgebiete zu Israel gilt weiter eine Teilreisewarnung. In den Touristengebieten am Roten Meer könne derzeit noch von einer ruhigeren Lage gesprochen werden, sagte der Ministeriumssprecher. Die weitere Entwicklung im Land sei aber unkalkulierbar. Daher sei auch für Touristen für ganz Ägypten ausdrücklich der Rat formuliert worden, nicht zu reisen.

Schon zuvor hatte die Regierung von Reisen nach Kairo und einige Nil-Städte, darunter auch die Touristen-Hochburgen Luxor und Assuan abgeraten. Die Lage in dem nordafrikanischen Land hat sich nach der gewaltsamen Räumung von zwei Protestlagern der Muslimbrüder massiv verschärft, die dem gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi nahe stehen. Für Freitag werden weitere Massenproteste erwartet.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Bankangestellte1

16.08.2013, 16:29 Uhr

Ferienregionen sind noch unangetastet, aber wer weis wie lange noch und wann die ersten christlichen Urlauber Köpfe Rollen. Und ob davon nichts nach Deutschland Überschwappt!? Denen ist alles zuzutrauen in und aus Allah balla balla Land.

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