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04.08.2015

15:44 Uhr

Rekord bei Weiterbildung

Arbeitgeber investieren mehr in Fortbildung

Deutsche Unternehmen investieren so viel in das Know-how ihrer Mitarbeiter wie nie zuvor. Das ist das Ergebnis einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Eine Rolle spielt die Betriebsgröße.

Vergleichsweise selten profitierten Beschäftigte von Fortbildungen, die einfache Arbeiten verrichteten. dpa

Job spielt eine Rolle

Vergleichsweise selten profitierten Beschäftigte von Fortbildungen, die einfache Arbeiten verrichteten.

NürnbergDie Weiterbildung in deutschen Betrieben ist im ersten Halbjahr 2014 auf einen neuen Höchststand geklettert. In dem Zeitraum hätten 54 Prozent aller Unternehmen in das Know-how ihrer Mitarbeiter investiert, berichtete das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Dienstag unter Berufung auf eine Umfrage unter 16.000 Betrieben.

Im Jahr davor waren es 52 Prozent, im Krisenjahr 2010 sogar nur 44 Prozent der Betriebe gewesen. „Das Weiterbildungsengagement deutscher Firmen ist in den letzten Jahren deutlich gewachsen, insbesondere weil die kleinen und mittelgroßen Betriebe sich stärker für die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter eingesetzt haben“, heißt es in der Studie.

Trotzdem hänge es weiterhin von der Betriebsgröße ab, ob sie Mitarbeiter für Fortbildungen freistellten oder die Kosten für Kurse teilweise oder ganz übernähmen, berichten die Autoren der Studie, Simon Janssen und Ute Leber. So böten nur 44 Prozent der Firmen mit bis zu neun Mitarbeitern Fortbildungen an.

Tipps für Bewerbung und Einstieg

Keine zweite Chance für einen ersten Eindruck

Wer beim ersten Gespräch unangenehm auffällt, für den gibt es keine zweite Chance. Wir beurteilen Menschen in den ersten drei bis fünf Sekunden- dieser Eindruck bleibt haften. Personalreferenten wissen: Wer schon beim Vorstellungsgespräch ein Gespür dafür hat, was angemessen ist, der wird auch im Job Situationen richtig einschätzen.

Wer ruft wen an?

Das Bewerbungsgespräch ist gut überstanden. Jetzt beginnt die nächste Zitterpartie: Habe ich das Rennen gemacht? Soll ich nachfragen oder abwarten? Wer nicht tagelang das Telefon fixieren möchte, sollte dies schon beim Gespräch klären. Sagen Sie, dass Sie interessiert sind und fragen Sie, wie es weiter geht.

Bewerbungs-Outfit

Wenn Sie nicht gerade in einer Kinderkrippe oder für eine Rockband vorstellen, gilt für die meisten Branchen: Männer tragen Anzug und Frauen ein Kostüm. Bis Sie ein Gefühl dafür haben, wie Ihre Kollegen erscheinen, sollten Sie das beibehalten.

Die ersten Wochen

Nachwuchskräfte aufgepasst! Unsicherheit mit Coolness zu überspielen klappt nicht. Fragen Sie erfahrene Kollegen, lernen Sie die Gepflogenheiten des Unternehmens kennen. Üben Sie sich in Bescheidenheit- das erste große Projekt kommt bestimmt, und dann können Sie Ihrem Übermut freie Fahrt gewähren.

Auch wenn Sie privat andere berühren oder Gespräche aus nächster Nähe führen- kommen Sie Kollegen und Geschäftspartnern nicht zu nahe! Die Distanzzone liegt bei einigen bis zwei Metern.

Wer ist der Neue?

Neue Kollegen bedeuten Stress für alle, denn Ihre Mitarbeiter sorgen sich vielleicht, dass ihre Routine durcheinandergewirbelt wird oder dass ihr Job in Gefahr ist. Sympathiepunkte sammelt man jetzt durch Interesse und Respekt. Tipp: Schmeicheln Sie den neuen Kollegen, und machen Sie Bemerkungen über vergangene Projekte, die Ihnen gefallen haben.

Das gekonnte Selbstmarketing

Der erste Tag ist fast überstanden, dann soll man sich in großer Runde vor allen Kollegen vorstellen. Bereiten Sie sich gut vor. Wichtig ist, Berufserfahrung und Ausbildung sachlich und Knapp auf den Punkt zu bringen. Lenken Sie die Aufmerksamkeit dabei auf Ihre größten Erfolge. Verkaufen Sie nicht mehr, als Sie liefern können.

In der Ruhe liegt die Kraft

Nur wer in Stress- Situationen Höflichkeit und Respekt wahrt, beweist, dass er umgänglich ist. Auch wenn es schwerfällt, sollten Sie Verärgerung nicht offen zeigen. Eine wutverzerrte Miene wirkt nicht souverän. Hören Sie sich die Argumente Ihres Gegenübers ruhig an. Beschreiben Sie, was Ihnen Probleme macht, ohne Kollegen zu beschuldigen.

Richtiger Umgang mit Mails

Gerade wenn man seinen Ansprechpartner nicht kennt, verfällt man oft in gestelztes Briefdeutsch. Besser ist es, so zu formulieren, wie man es mündlich tun würde. Allerdings sollte ein guter Ton gewahrt bleiben: Verzichten Sie unbedingt auf saloppe Smileys und auf Abkürzungen („MFG“ statt „Mit freundlichen Grüßen“). So viel Zeit sollte sein.

Grundkurs Netikette

Nur weil es eine E-Mail ist, sollten Sie nicht automatisch "Hallo Frau Meyer" oder "Lieber Herr Müller" schreiben. Das "Sehr geehrte Frau Schulze" ist durchaus nicht altmodisch. E-Mails erreichen ihre Adressaten schnell- das heißt aber nicht, dass diese ebenso schnell antworten müssen. Geben Sie ihnen zwei bis drei Tage Zeit, oder vermerken Sie in der E-Mail, dass es eilt. Entgegen allen Gerüchten: Großbuchstaben sind noch nicht aus der Mode. Rechtschreibung und Grammatik sind auch bei E-Mails essenziell.

Ordnung muss sein! Vergessen sie nie eine aussagekräftige Betreffzeile, denn die hilft dem Empfänger, seine E-Mail-Flut zu ordnen. Anlagen sollten Sie in gängigen Dateitypen verschicken und darauf achten, dass Sie mit großen Datenmengen nicht das Postfach des Adressaten verstopfen.

Entspannungsphase

Im Meetingraum, beim Geschäftsessen oder bei offiziellen Anlässen dürfen Sie Ihr Jackett oder ihre Kostümjacke erst ablegen, wenn die Gastgeber Sie dazu auffordern oder es vormachen. Stoßen sie zu einer Gruppe, die sich bereits "entspannt", fragen Sie erst. Werden Ihnen Getränke angeboten, sollten Sie annehmen. So geben Sie Ihrem Gegenüber die Möglichkeit, ein guter Gastgeber zu sein. Mit exotischen Wünschen (Bananensaft, Brennnessel-Tee) bringen Sie Ihren Gastgeber allerdings in Verlegenheit.

Quelle: www.trust-wi.de

Dagegen seien bei größeren Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten firmeninterne Schulungen obligatorisch: Von ihnen böten 97 Prozent Fortbildungen an. Vergleichsweise selten profitierten Beschäftigte von Fortbildungen, die einfache Arbeiten verrichteten. Von ihnen hätten im ersten Halbjahr 2014 nur 16 Prozent an entsprechenden Kursen teilgenommen. Von Beschäftigten mit Hochschulabschluss seien hingegen 41 Prozent gezielt auf neue betriebliche Herausforderungen vorbereitet worden.

Von

dpa

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