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20.04.2012

12:29 Uhr

Repower-Finanzvorstand

Mister Noe muss gehen

VonMartin Murphy

ExklusivMit sofortiger Wirkung hat Repower Finanzvorstand Derrick Noe vor die Tür gesetzt. Das erfuhr das Handelsblatt aus Unternehmenskreisen. Noe werden „massive Verstöße“ gegen die Compliance-Richtlinien vorgeworfen.

Derrick Noe muss beim Hamburger Windkraftanlagenbauer Repower gehen. PR

Derrick Noe muss beim Hamburger Windkraftanlagenbauer Repower gehen.

DüsseldorfDer Windkraftanlagen-Hersteller Repower hat seinen Finanzvorstand Derrick Noe geschasst. Er habe das Unternehmen mit sofortiger Wirkung verlassen müssen, erfuhr das Handelsblatt aus Konzernkreisen. In einer knappen Mitteilung wurde den Mitarbeitern des Hamburger Unternehmens sein Weggang verkündet.

Dem US-Amerikaner würden „massive Verstöße“ gegen die Compliance-Richtlinien vorgeworfen, verlautete aus Kreisen der Konzernmutter Suzlon. Die Aufgaben von Noe wird der internen Mitteilung zufolge zunächst Vorstandschef Andreas Nauen übernehmen. Das Unternehmen äußerte sich nicht dazu. Repower ist eine Tochter des indischen Windkraftanlagenbauers Suzlon.

Der 54-jährige Noe war seit Februar 2010 Finanzvorstand bei Repower. Noe hat in den vergangenen Jahren des Öfteren seinen Arbeitsplatz gewechselt. Zuvor war er Senior Partner, und davor Direktor sowie kommissarischer Finanzchef bei Droege International. Als Droege-Berater war er auch als Interimschef von Neckermann.de tätig. Davor arbeitete Noe als Finanzvorstand für Pfleiderer und Kloeckner.

Zuletzt wurde berichtet, dass der französische Mischkonzern Alstom Interesse an Repower habe. Verhandlungen mit dem Mutterkonzern Suzlon seien bereits aufgenommen worden, hieß es Mitte März. Suzlon-Chef Tulsi Tanti soll intern Preisvorstellungen von 1,5 Milliarden Euro genannt haben.

Die Windanlagenbauer haben ein schwieriges Jahr hinter sich. Die Branche kämpft mit Überkapazitäten. Das führt zu einem Preisdruck und sinkenden Margen.

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