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15.04.2014

12:31 Uhr

Respekt, Fairness, Stolz

Motivationsschub für die Mitarbeiter

VonCatrin Bialek

Das Handelsblatt präsentiert „Deutschlands Beste Arbeitgeber“. Volkswagen Financial Services, Microsoft, Domino-World und St. Gereon Seniorendienste sind die Gewinner, die für ihre Mitarbeiter nach Bestnoten streben.

Medienpartner des Wettbewerbs sind das Handelsblatt und das Personalmagazin.

Medienpartner des Wettbewerbs sind das Handelsblatt und das Personalmagazin.

DüsseldorfAus aller Welt kommen Mitarbeiter der Volkswagen Financial Services zusammen, wenn wieder einmal die "FS Week" ansteht. Büros in über 40 Ländern entsenden dann einige ihrer Kollegen, die nach Braunschweig reisen und dort eine Woche lang das internationale Firmenfest samt Betriebsversammlung, Fußballturnier und selbst gestaltetem Bühnenprogramm besuchen. Russische Kollegen, die einen Folkloretanz aufführen, oder eine britische Angestellte, die als Sängerin die Halle rockt: "Da spürt man den internationalen Spirit auf der Bühne", erläutert Christiane Hesse, Personalvorstand der Volkswagen Financial Services.

Aber es seien nicht nur die großen Gesten, die zählen, sagt die Vorständin. Mitarbeiter können sich zum Beispiel zur Trauung einen weißen Hochzeit-Phaeton ausleihen, zur Geburt bekommt jeder Sprössling einen Plüschteddy namens "Financy", und in dem eigenen Betriebskindergarten "Frech Daxe" ist Platz für 170 Mitarbeiterkinder. "Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist bei uns extrem wichtig", versichert Hesse.

So viel Engagement kommt an: Volkswagen Financial Services, eine Tochter von Volkswagen, sichert sich den ersten Platz beim Wettbewerb "Deutschlands Beste Arbeitgeber" in der Kategorie über 5 000 Mitarbeiter. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Techniker Krankenkasse, im Vorjahr auf Platz eins, sowie Philips Deutschland. Das Institut Great Place to Work, ein Spezialist für Arbeitsplatzkultur, zeichnete am Dienstagabend auf einer Gala in Berlin die mitarbeiterfreundlichsten Unternehmen der Republik aus.

In Zeiten, in denen das Buhlen der Unternehmen um Mitarbeiter zunehmend schwieriger wird, gewinnt der Wettbewerb, den es seit zwölf Jahren gibt, an Bedeutung. 580 Unternehmen haben sich dieses Jahr beteiligt, rund 70 mehr als im Vorjahr. Die Arbeitgeber, die sich dem Vergleich stellen, kommen aus sämtlichen Branchen.

Aus dem ursprünglichen "War for Talents" ist mittlerweile ein Wettbewerb um alle Mitarbeiter geworden, nicht nur um die Leistungsträger. "Für viele Unternehmen wird es schwieriger, die richtigen - oder überhaupt Mitarbeiter zu finden", erläutert Studienleiter Frank Hauser, Geschäftsführer von Great Place to Work Deutschland.

Als Lockmittel nutzen die Unternehmen mitunter originelle Angebote. Die einen gehen mit ihren Mitarbeitern in Hochseilgärten, die anderen laden ihre Kollegen zu einem Kinobesuch von "Stromberg - Der Film" ein oder spendieren eine dreitägige Skifreizeit. Im Zentrum einer nachhaltig positiven Arbeitsplatzkultur stehe die Schaffung von Vertrauen, sagt Experte Hauser. "Es gibt aber auch immer mehr Formate in den Unternehmen, in denen direkt der Spaß bei der Arbeit gefördert wird", meint Experte Hauser. Die Unternehmen würden sich wieder mehr als eine soziale Gemeinschaft verstehen — und dementsprechend mehr Geld für Zusammenkünfte, Feiern und Ausflüge spendieren. "Die Betriebsausflüge werden aufwendiger", sagt er. Statt nach Aachen geht es nun nach Mallorca oder Ibiza.

Auch Microsoft gewährt seinen 2 700 Mitarbeitern in Deutschland viel Raum fürs persönliches Networking mit Kollegen und Vorgesetzten. Zwei hauseigene Cafés am Campus in Unterschleißheim bei München sind nicht nur der Ort für Geschäftstreffen, sondern auch für kleine Plausche unter Kollegen. "Wenn ich mir dort morgens meinen Espresso oder Cappuccino hole, erfahre ich in den fünf Minuten sensationell viel", sagt Elke Frank, Personalchefin von Microsoft Deutschland.

Das Networking, so erklärt die Personalerin, sei einer der wichtigsten Punkte in der Unternehmenskultur von Microsoft. Wer ein Wochenende zusammen Skifahren war, kann beim nächsten Projekt vermutlich auch entspannter miteinander arbeiten.

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