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23.01.2014

17:39 Uhr

Restaurantkette

Gästeschwund bei McDonald's

„Big Macs“ und „Happy Meals“ scheinen passé – immer mehr Kunden wenden sich von Mc Donald's ab. Auch in Deutschland lief es mau. Auf dem Heimatmarkt macht die Konkurrenz der Fast-Food-Kette zu schaffen.

Mc Donald's Pläne für 2014: Der Konzern will nun bis zu 1600 neue Filialen eröffnen und 1000 Standorte renovieren. dpa

Mc Donald's Pläne für 2014: Der Konzern will nun bis zu 1600 neue Filialen eröffnen und 1000 Standorte renovieren.

Oak BrookDer Hunger nach „Big Macs“ oder „Chicken McNuggets“ scheint nachzulassen: Die weltgrößte Fast-Food-Kette McDonald's zählte im vergangenen Jahr in ihren schon länger bestehenden Restaurants weniger Gäste. Auch das Schlussquartal fiel enttäuschend aus. Zu den Ländern, in denen es schlecht lief, gehört Deutschland. Die Fast-Food-Ketten buhlen mit Billig-Menüs um die Gunst der Verbraucher.

Die Probleme blieben auf kurze Sicht bestehen, erklärte Konzernchef Don Thompson am Donnerstag am Sitz in Oak Brook im US-Bundesstaat Illinois. Im wichtigen Heimatmarkt etwa musste McDonald's dem harten Wettbewerb mit Rivalen wie Burger King oder Wendy's Tribut zollen. Zum Jahresende verbuchte McDonald's die größten Einbußen aber in Asien und dort insbesondere in Japan.

Dagegen lief es in Europa am besten. Das lag vor allem an Zuwächsen in Großbritannien, Russland und Frankreich. Dort hatten unter anderem neue Frühstücksangebote die Gäste angelockt.

Die wertvollsten Fast-Food-Marken

Methodik

Einmal jährlich berechnet das US-Marktforschungsinstitut Millward Brown den Markenwert der wertvollsten Fast-Food-Ketten der Welt. Handelsblatt Online zeigt, welche Marken besonders gut abschneiden. (Stand: Mai 2013)

Platz 10

Taco Bell - Markenwert: 1,99 Milliarden Dollar

Die berühmte Burrito-Kette verkauft ihre mexikanischen Spezialitäten vor allem in den USA. Zwei Millionen Kunden und 5800 Filialen machen die Möchtegern-Mexikaner zu dem Umsatztreibern des Fast-Food-Riesens Yum!-Brands.

Platz 9

Burger King - Markenwert: 2,44 Milliarden Dollar

Was die Größe betrifft sind die Erfinder des Whoppers der größte McDonalds-Konkurrent. Beim Markenwert spielt die Burgerkette trotz 12.700 Filialen in 73 Ländern weltweit aber in einer anderen Liga.

Platz 8

Panera - Markenwert: 3,03 Milliarden Dollar

Die Backshop-Kette ist neu in den Top 10. Dort gibt es Brötchen, aber auch kleine Speisen wie Suppen. Die Kette hat mehr als 1700 Filialen in den USA und Kanada.

Platz 7

Tim Hortons - Markenwert: 3,38 Milliarden Dollar

Durch rasantes Wachstum hat die kanadische Kette in ihrem Heimatland sogar McDonald's überholt. In den 3300 Filialen werden besonders Kaffee und Donuts verkauft.

Platz 6

Chipotle - Markenwert: 4,97 Milliarden Dollar

Burritos und Tacos sind die Klassiker bei der US-Kette, die mexikanisches Essen serviert. Das Unternehmen wurde vor 20 Jahren gegründet und gehörte zwischendurch ein paar Jahre zu McDonald's.

Platz 5

Pizza Hut - Markenwert: 6,01 Milliarden Dollar

Die 12.000 Filialen der weltgrößten Pizzakette gehören ebenfalls zum Yum!-Imperium. Statt mit der klassischen italienischen Pizza feiert die Kette vor allem mit Pan-Pizzen Erfolge, die in der Pfanne serviert werden.

Platz 4

Kentucky Fried Chicken (KFC) - Markenwert: 9,95 Milliarden Dollar

Noch heute lächelt KFC-Gründer Colonel Harland Sanders von jedem Eimer mit Hähnchenflügeln, der über die Ladentheke geht. Die Kette, die ebenfalls zu Yum! gehört, steht seit mehreren Jahren in der Kritik von Tierschützern.

Platz 3

Subway - Markenwert: 16,69 Milliarden Dollar

Während Subway in den USA als beliebter Franchisepartner gilt, gingen der Sandwich-Kette in Deutschland reihenweise die Franchisenehmer von der Stange. Im Markenwert werden die US-Brötchengeber aber nur von zwei Konzernen geschlagen.

Platz 2

Starbucks - Markenwert: 17,89 Milliarden Dollar

Die Zeit des rasanten Wachstums ist vorbei. Die US-Kaffeekette wächst, aber die Wirtschaftskrise hinterlässt ihre Spuren in der Bilanz. Im Markenwert ist trotzdem keine Kaffeekette besser – und Starbucks hat im Vorjahresvergleich stark zugelegt.

Platz 1

McDonald's - Markenwert: 90,26 Milliarden Dollar

Das goldene M, Heimat von Big Mac und Chicken McNuggets, ist beim Markenwert einsam an der Spitze. Mit 34.000 Filialen in 118 Ländern gibt es kaum einen Winkel der Welt, in dem der Fast-Food-Riese nicht aktiv ist.

Dank der Neueröffnung von Restaurants gelang McDonald's im vergangenen Jahr weltweit letztlich noch ein leichter Umsatzzuwachs von zwei Prozent auf 28,1 Milliarden Dollar (20,1 Mrd Euro). Der Gewinn verbesserte sich im gleichen Maße auf unterm Strich auf 5,6 Milliarden Dollar. Im Schlussquartal alleine stagnierte der Gewinn dagegen.

Der Konzern will nun im laufenden Jahr bis zu 1600 neue Filialen eröffnen und 1000 Standorte renovieren. Insgesamt hat McDonald's mehr als 35.000 Restaurants, von denen der Großteil von selbstständigen Betreibern geführt wird, sogenannten Franchise-Nehmern.

Um die Aktionäre bei Laune zu halten, will McDonald's in diesem Jahr etwa 5 Milliarden Dollar in Dividenden und Aktienrückkäufe stecken. Im frühen New Yorker Handel stieg die Aktie leicht.

Big Mac per Telefon

McDonald's testet Lieferservice

Big Mac per Telefon: McDonald's testet Lieferservice

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Von

dpa

Kommentare (1)

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Oliver42

23.01.2014, 19:49 Uhr

Erstens sollte man diese Fast-Food-Ketten alle meiden, weil Sie deutsche Arbeitsplätze in den kleinen Imbissbuden und Cafés vernichten.

Zweitens fließt der ganze Gewinn in die USA ab und Deutschkland Volkswirtschaft erleidet einen Schaden.

Drittens sind diese Fastfood-Ketten gesundheitschädigend. Das Essen führt zur Verfettung der Menschen und bei den US-Amerikanern ist dies sehr schön zu beobachten, wie dick die US-Amerikaner alle sind.

Viertens ist beispielsweise McDonalds viel, viel zu teuer. Dafür kann man besser im Imbiss seine Pommes/Mayo mit Jägerschnitzel essen.

Fünftens macht das Essen noch nicht einmal satt und der Hunger kommt schneller zurück, als bei einem ordentlichen Mittagessen zuhause.

Wer zu McDonalds geht, der schadet sich selbst und der deutschen Gesellschaft.

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