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15.07.2013

17:40 Uhr

Restrukturierung

Der neue Vorstandschef baut Hochtief um

VonGeorg Weishaupt

ExklusivMarcelino Fernández Verdes ist seit wenigen Monaten Vorstandschef bei Hochtief. In einem Interview mit dem Handelsblatt kündigt er Umstrukturierungen an. Mitarbeiter befürchten Kündigungen.

Marcelino Fernandez Verdez: Der Vorstandsvorsitzende der Hochtief AG kündigt Umstrukturierungen an. dpa

Marcelino Fernandez Verdez: Der Vorstandsvorsitzende der Hochtief AG kündigt Umstrukturierungen an.

DüsseldorfMarcelino Fernández Verdes räumt bei Hochtief auf. „Wir werden das Unternehmen in Europa umbauen“, kündigt er in einem Interview mit dem Handelsblatt an. Ziel sei es, „kürzere Wege und einfachere Prozesse“ zu erreichen. Er will so „mehr Verantwortung und unternehmerisches Denken aus der Holding in Essen auf die operativen Sparten übertragen“.

Wie er in seinem ersten Interview als Hochtief-Chef sagte, werden deshalb viele Verwaltungsmitarbeiter „künftig direkt bei den operativen Einheiten“ arbeiten. Was mit den verbliebenen Beschäftigten in der Verwaltung geschieht, ließ er offen. Mitarbeiter befürchten dort einen Personalabbau.

Das sind Europas größte Baukonzerne

Platz 9

NCC AB – 8,42 Milliarden Euro Umsatz

Das schwedische Unternehmen mit seinen knapp 18.000 Mitarbeitern wurde erst 1988 gegründet. Heute besteht es aus vier großen Geschäftsbereichen, unter anderem „NCC Housing“ und „NCC Roads“.

Platz 8

Ferrovial (Spanien) – 9,7 Milliarden Euro Umsatz

Das Unternehmen aus Madrid baut und betreibt auch Autobahnen und Flughäfen. Der Konzern errichtete unter anderem das Guggenheim-Museum in Bilbao.

Platz 7

Balfour Beatty (Großbritannien) - 11,63 Milliarden Euro Umsatz

Bereits seit 1909 sind die traditionsreichen Briten im Baugeschäft tätig und gehören zu den Platzhirschen in Europa. Die Londoner beschäftigen europaweit rund 30.000 Mitarbeiter.

Platz 6

Strabag (Österreich) – 13,12 Milliarden Euro Umsatz

Aus Wien in die Welt: Die Österreicher haben vor allem in Osteuropa expandiert. Seit 2014 konnte der Konzern den zuvor stark abgerutschten Umsatz stabilisieren und zuletzt wieder leicht steigern.

Platz 5

Eiffage (Frankreich) – 14,06 Milliarden Euro Umsatz

Neben einigen TGV-Trassen gehört auch die Erweiterung des EU-Parlaments zu den großen Projekten des Konzerns. In Deutschland sind rund 3.000 Eiffage-Mitarbeiter beschäftigt.

Platz 4

Skanska (Schweden) - 16,36 Milliarden Euro Umsatz

Kaum eine Straße, ein Kraftwerk oder Bürogebäude in Schweden ist ohne Beteiligung des skandinavischen Bauriesen entstanden. Auch international sind die Schweden aus Solna mittlerweile breit aufgestellt.

Platz 3

Bouygues (Frankreich) - 32,43 Milliarden Euro Umsatz

Neben Immobilien und dem Straßenbau ist der Pariser Konzern Großaktionär des französischen Fernsehsenders TF1. 2015 musste das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr leichte Umsatzeinbußen hinnehmen.

Platz 2

ACS (Spanien) - 34,93 Milliarden Euro Umsatz

Die Spanier haben in den vergangenen Jahren ein rasantes Wachstum hingelegt. Allein in den vergangenen drei Jahren stieg der Umsatz um rund zehn Milliarden Euro und ACS klettert das Treppchen weiter hoch. Zum Konzern gehört auch das deutsche Unternehmen Hochtief.

Platz 1

Vinci (Frankreich) – 38,52 Milliarden Euro Umsatz

Der größte Baukonzern Europas ist auch der größte Baukonzern der Welt und in der Kleinstadt Rueil-Malmaison nahe Paris beheimatet. Dem Konzern gehört unter anderem die Hälfte aller französischen Autobahnen. 2015 verzeichnete das Unternehmen ein Umsatzminus von knapp 0,5 Prozent.

Quelle: Deloitte

Außerdem kündigte er Veränderungen im Management von Deutschlands größtem Baukonzern an. Zurzeit gibt es nur zwei Vorstände an der Konzernspitze, Fernández als Vorstandschef und Finanzvorstand Peter Sassenfeld. Künftig seien „womöglich drei weitere Vorstände nötig für die Sparten Amerika, Asien und Europa.“ So will er die Sparten enger an den Konzern binden und Probleme wie bei der Beteiligung Leighton in Australien vermeiden.

Das vollständige Exklusiv-Interview mit Hochtief-Chef Marcelino Fernández Verdes lesen Sie in der Dienstag-Ausgabe des Handelsblatts.

Kommentare (4)

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Augias

15.07.2013, 18:15 Uhr

Oh ja, die Spanier verstehen etwas vom Bauen. Besonders vom Rohbau, den man dort in Hülle und Fülle besichtigen kann, und der schon lange auf die Abrissbirne wartet. Hoffentlich haben die Spanier auch ein Abrissunternehmen im Portfolio, damit lässt sich dort sicher einiges bewerkstelligen!

Account gelöscht!

15.07.2013, 19:01 Uhr

Das wäre ohne Euro nie möglich gewesen. Das windschiefe ACS schluckt Hochtief...

btw

15.07.2013, 19:09 Uhr

Umstrukturierungen?
Bei Hochtief?
Na, das wird aber ein tiefes Hoch.

Stimmt aber: Hochtief zockt dass die Schwarte kracht: all over the world.

Und langsam reichts!

In der Tat !

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