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11.03.2013

09:52 Uhr

Restrukturierung

Nordex verbucht tiefrote Zahlen

Nordex hat 2012 tiefrote Zahlen geschrieben. Restrukturierungskosten im Ausland haben das Ergebnis des Windanlagenbauers stark belastet. Die Erlöse haben aber dank guter Europa- und Südafrika-Geschäfte zugelegt.

Montagehalle von Nordex in Rostock: Der gute Auftragseingang stimmt den Windanlagenhersteller zuversichtlich. dpa

Montagehalle von Nordex in Rostock: Der gute Auftragseingang stimmt den Windanlagenhersteller zuversichtlich.

DüsseldorfRestrukturierungskosten in China und den USA haben dem Windanlagenbauer Nordex im vergangenen Jahr tiefrote Zahlen eingebrockt. Nach ersten Berechnungen verbuchte der Hamburger Konzern operativ ein Minus von 61,1 Millionen Euro nach einem Verlust von 27 Millionen im Jahr zuvor, wie Nordex am Montag mitteilte. Der Vorstand bezifferte die Einmalaufwendungen mit 75 Millionen Euro. Die Erlöse legten dagegen dank florierender Geschäfte in Europa und Südafrika um 17,3 Prozent auf knapp 1,1 Milliarden Euro zu. Insgesamt traf Nordex damit die Markterwartungen.

Die größten Windkraftanlagenhersteller weltweit

Platz 1

Der Markt für Windkraftanlagen ist weltweit sehr zerstückelt. So kommt der größte Windkraftanlagenhersteller Vestas aus Dänemark laut Marktforscher IHS weltweit gerade einmal auf einen Anteil von 12,7 Prozent.

Platz 2

Nicht nur in der Solaranlagen- sondern auch in der Windkraftbranche sind die Chinesen stark vertreten. Auf dem zweiten Platz der größten Windanlagenhersteller liegt das Unternehmen Sinovel mit einem Marktanteil von neun Prozent.

Platz 3

Auch der dritte Platz ist in chinesischer Hand. Goldwind kommt auf einen Marktanteil von 8,7 Prozent.

Platz 4

Auf dem vierten Platz findet sich das spanische Unternehmen Gamesa wieder, mit einem Marktanteil von acht Prozent. Der spanische Markt für Windkraft ist nach Deutschland der zweitgrößte in Europa.

Platz 5

Erst auf dem fünften Platz ist eine deutsche Firma: Enercon. Das Familienunternehmen aus Aurich hat einen Anteil am Weltmarkt von 7,8 Prozent.

Platz 6

Den sechsten Platz belegen die US-Amerikaner GE Energy mit 7,7 Prozent Marktanteil.

Platz 7

Suzlon aus Indien belegt mit einem Marktanteil von 7,6 Prozent den siebten Platz weltweit. Der Windkraftanlagenbauer steckt jedoch bereits seit einiger Zeit in den roten Zahlen.

Platz 8

Auf dem achten Platz findet sich wieder ein chinesischer Anlagenbauer: Guodian United Power hat einen Anteil am Weltmarkt von 7,4 Prozent.

Platz 9

Auf Platz neun findet sich wieder ein deutsches Unternehmen. Siemens hat einen weltweiten Marktanteil von 6,3 Prozent - und damit nicht einmal die Hälfte des Anteils von Marktführer Vestas.

Platz 10

Platz 10 der größten Windkraftanlagenhersteller weltweit belegt das Unternehmen Mingyang mit einem Marktanteil von 3,6 Prozent.

Der Rekordauftragseingang von 1,27 (Vorjahr: 1,11) Milliarden Euro stimmte den Vorstand für das laufende Jahr zuversichtlich: Er kündigte einen Umsatzanstieg auf 1,2 bis 1,3 Milliarden Euro an sowie eine operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) von zwei bis drei Prozent. Bereits jetzt seien 80 Prozent der Erlöse über den festen Auftragsbestand gesichert. Die endgültige Bilanz will Nordex am 25. März veröffentlichen.

Der Vorstand hatte bereits angekündigt, nach der erfolglosen Partnersuche in China die Rotorblatt-Produktion in der Volksrepublik dicht zu machen. Von den 160 Stellen fallen etwa 130 weg. Nordex ächzt seit Jahren wie die Wettbewerber Repower mit der Konzernmutter Suzlon und Vestas unter Überkapazitäten und Preisverfall.

Von

rtr

Kommentare (1)

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HofmannM

11.03.2013, 10:25 Uhr

Wenn es schon beim Windmühlenbauer Nordex so tiefrot in der Bilanz ausschaut, dann bin ich erstmal gespannt, wie die Bilanz von Solarworld ausschaut....Tiefrot wird da schon nicht mehr reichen!

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