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26.03.2013

14:01 Uhr

Rezension: Zeit ist Leben - Leben ist Zeit

„Werden Sie zum Nein-Sager“

VonCarina Kontio

Unsere Tage sind davon beherrscht, Plänen hinterherzulaufen. „Die Zeit läuft uns davon!“, schreibt Bestseller-Autor Lothar Seiwert in seinem neuen Buch. Er gibt Tipps, wie man Zwängen entflieht und Zeit besser einteilt.

Lothar Seiwert hat beinahe 30 Jahre Erfahrung mit Zeitmangement. Campus Seiwert

Lothar Seiwert hat beinahe 30 Jahre Erfahrung mit Zeitmangement.

DüsseldorfHandys, Kalender, Fahrpläne, Chefs oder Wecker: Das sind die Taktgeber, die unser Leben rasanter und flüchtiger machen. Unter dieser beschleunigten Kultur leiden immer mehr Menschen. „Wo man hinhört: Schlaflosigkeit, Magengeschwür, Migräne, Hörsturz, Ausgebranntsein, Depressionen.“

Der Bestseller-Autor Lothar Seiwert gilt als Experte für Work-Life-Balance und Zeitmanagement. In seinem neuen „Wendebuch“ mit dem Titel „Zeit ist Leben, Leben ist Zeit“ will er gegensteuern und uns nicht nur zeigen, wie wir unsere Probleme mit der Zeit lösen, sondern auch, wie wir die Chancen der Zeit für uns entdecken und nutzen können. Das klingt vielversprechend – vorausgesetzt, man hat noch nicht in das Buch reingeblättert.

Die Figur „Linda Lucky“ sorgt für ein luftiges Layout, das aus wenig Text ein „dickes Buch“ macht. (Quelle: PR)

Die Figur „Linda Lucky“ sorgt für ein luftiges Layout, das aus wenig Text ein „dickes Buch“ macht.

(Quelle: PR)

Denn: „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit“, heißt es da auf den ersten Seiten. Ein Zitat, das mir blau umrahmt in großer Schrift direkt ins Auge springt und mit dem mich Seiwert in der Buchhandlung sicher nicht neugierig gemacht hätte. Aber ich bin ja Journalistin und lese das Buch, um es zu rezensieren. Und da liegt es nun, auf meinem großen Holztisch. Ganz im Sinne von Lothar Seiwert, den man getrost als den Zeitmanagement-Papst bezeichnen darf, habe ich mir zum Lesen heute viel Zeit genommen. Mehr noch:Ich habe einen Tag Home-Office beantragt. Genehmigt.

Ein Glück, denn schon auf Seite elf treffe ich auf „Linda Lucky“, eine Kunstfigur, die an eine Stewardess erinnert und sich als „Begleiterin“ für das Buch vorstellt. Sie gibt immer wieder Tipps und macht mit freundlicher Strenge („Ich möchte Sie darüber informieren, dass Mobiltelefone oder Tablet-PCs während der Lesezeit ausgeschaltet bleiben müssen“) und direkt deutlich, dass hier nicht nur gemütlich geschmökert, sondern hart gearbeitet wird auf den nächsten 320 Seiten. Linda Lucky: „Zum Start legen Sie nun Stift und Papier auf einem Beistelltisch bereit und nehmen eine entspannte Sitzhaltung ein.“

Kommentare (7)

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neinsager

26.03.2013, 14:24 Uhr

....also nix neues....nur einer der auf dem zug sein buch verkaufen möchte...nix neues sagt und denjenigen die hilfe bräuchten etwas gutes tut....geld einfach sparen und NEIN zum buch sagen

Supusapannepe

26.03.2013, 14:59 Uhr

Ich werde von diesem Autor nichts mehr lesen. Die beiden Titel, die ich kenne, hätte man auf wenigen Seiten zusammenfassen können. Seitenlang werden Selbstverständlichkeiten breitgetreten, ich vermisse Präzision und Knappheit. Aus der Rezension schieße ich, daß es auch beim neuen Titel so ist. Schon beim zweiten Titel, den ich vom Autor gelesen habe, dachte ich, daß hier einer sein Thema immer wieder neu verpackt und verkauft. Fazit: mir ist meine Zeit und mein Geld zu schade...

Aposto

26.03.2013, 15:07 Uhr

Das sind wirklich Uralt-Kamellen, die der Seiwert hier zum x.ten Mal bringt. Alter Wein in neuen Schläuchen!

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