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09.01.2014

18:21 Uhr

Rhön-Kliniken-Kauf

Fresenius sammelt 750 Millionen Euro ein

Für 3,1 Milliarden Euro will der Gesundheitskonzern Fresenius den Großteil der Rhön-Klinikum-Krankenhäuser kaufen. Dafür sammelt Fresenius Geld bei Investoren – 750 Millionen Euro hat der Konzern jetzt erhalten.

Das Rhön-Klinikum wollte Fresenius 2012 komplett übernehmen – doch die Übernahme scheiterte am Widerstand des Rhön-Aktionärs Asklepios. dpa

Das Rhön-Klinikum wollte Fresenius 2012 komplett übernehmen – doch die Übernahme scheiterte am Widerstand des Rhön-Aktionärs Asklepios.

FrankfurtDer Gesundheitskonzern Fresenius hat bei Investoren 750 Millionen Euro für die Übernahme von Krankenhäusern des Konkurrenten Rhön eingesammelt. Für eine Anleihe über 300 Millionen Euro mit einer fünfjährigen Laufzeit zahlt das Unternehmen 2,45 Prozent Zinsen, wie Fresenius am Donnerstag mitteilte. Bei einem siebenjährigen Bond über 450 Millionen Euro liege der Coupon bei drei Prozent.

Fresenius will für 3,1 Milliarden Euro einen Großteil der Rhön-Klinikum-Krankenhäuser kaufen und im Verbund mit seiner eigenen Klinik-Tochter Helios einen Krankenhaus-Giganten in Deutschland schaffen.

Fresenius hat bereits im Mai 2012 im Rahmen einer Kapitalerhöhung gut eine Milliarde Euro bei Investoren eingesammelt. Die damals anvisierte Komplettübernahme des fränkischen Konkurrenten scheiterte allerdings wenig später am Widerstand des Rhön-Aktionärs Asklepios. Im September 2013 kündigte Fresenius dann einen neuen Anlauf an und will nun 43 Kliniken und 15 medizinische Versorgungszentren von Rhön schlucken. Bei diesem Schritt müssen die Rhön-Aktionäre aus Sicht von Fresenius nicht um Zustimmung gefragt werden.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

09.01.2014, 18:54 Uhr


Fesenius geht über Leichen.

Was das für die Mittarbeiter der Rhön Kliniken bedeutet, kann man u.a. am Beispiel der Helios Kliniken schon heute sehen.

Ärzte verlieren ihr Mitspracherecht und werden nur noch anhand der Umsätze bewertet; dienstleistende Mitarbeiter werden in Servicegesellschaften ausgegliedert und müssen zu geringeren Löhnen arbeiten oder werden für viele Jahre einfach ohne jegliche Lohnerhöhungen kaltgestellt.

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