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23.05.2014

16:01 Uhr

Rhön-Klinikum

B.Braun zieht Klage gegen Mehrheitsklausel zurück

Die B. Braun Holding hat ihre Anfechtungsklage gegen die Abschaffung der Mehrheitsklausel im Zusammenhang mit dem Rhön-Klinikum zurückgezogen. Doch noch sind drei weitere Klagen anhängig.

Der Schriftzug der Rhön-Klinikum: 2012 war die Komplett-Übernahme von Rhön durch den Gesundheitskonzern Fresenius fehlgeschlagen. dpa

Der Schriftzug der Rhön-Klinikum: 2012 war die Komplett-Übernahme von Rhön durch den Gesundheitskonzern Fresenius fehlgeschlagen.

FrankfurtIm Streit um den Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum hat der Medizintechnik-Konzern B. Braun seinen Widerstand gegen eine umstrittene Satzungsänderung aufgegeben. Die B. Braun Holding habe ihre Anfechtungsklage gegen die Abschaffung der Mehrheitsklausel von mehr als 90 Prozent für bestimmte wichtige Hauptversammlungsbeschlüsse zurückgenommen, erklärte das Krankenhausunternehmen am Freitag. Rhön begrüße das. Gegen die Satzungsänderung seien aber noch drei weitere Klagen anhängig, was die Eintragung des Beschlusses ins Handelsregister verhindere.

2012 war die Komplett-Übernahme von Rhön durch den Gesundheitskonzern Fresenius fehlgeschlagen. Der Vorstoß scheiterte an der Zustimmungshürde von 90 Prozent in der Rhön-Satzung. B. Braun und Asklepios hatten sich 2012 mit Anteilspaketen von jeweils rund fünf Prozent in Stellung gebracht, um eine Übernahme von Rhön-Klinikum zu verhindern.

B.Braun ist ein großer Zulieferer von Rhön und hatte bei einer Übernahme der Franken durch Fresenius den Verlust von Geschäft befürchtet. Asklepios-Gründer und -Eigner Bernard Broermann wollte die Entstehung eines übermächtigen Klinik-Konkurrenten verhindern. Ob Asklepios seine Anfechtungsklage gegen die Satzungsänderung ebenfalls zurückziehen werde, sei noch nicht entschieden, sagte ein Asklepios-Sprecher am Freitag.

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Statt der Komplettübernahme von Rhön-Klinikum hat Fresenius inzwischen für rund drei Milliarden Euro einen Großteil der Rhön-Krankenhäuser gekauft. An den verbliebenen Krankenhäusern ist Fresenius nicht mehr interessiert, wie Fresenius-Chef Ulf Schneider Mitte Mai auf der Hauptversammlung des Gesundheitskonzerns sagte.

Von

rtr

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