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21.08.2013

11:43 Uhr

Richtig informieren

Traum-Unternehmen gesucht

VonMiriam Bax

„Und was wissen Sie über uns?“ Nicht nur fürs Vorstellungsgespräch sollten Bewerber top informiert sein über das Wunschunternehmen: Wie Sie die besten Quellen nutzen.

Eine gute Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch ist wichtig. Wer seinen künftigen Arbeitgeber besonders gut kennt, kann punkten. Quelle: Fotolia

Eine gute Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch ist wichtig. Wer seinen künftigen Arbeitgeber besonders gut kennt, kann punkten. Quelle: Fotolia

KölnNach der Studie „Jobsuche 2013“ der Jobbörse Stepstone sind es neben einem attraktiven Jobprofil der gute Kontakt zu Kollegen und die wirtschaftliche Stabilität des Arbeitgebers, was den Mitarbeiter besonders interessiert und langfristig an das Unternehmen bindet. „In Zeiten von Portalen zur Arbeitgeberbewertungen wie Kununu informieren sich Stellensuchende immer stärker über das Unternehmen. Dieser Trend wird auch in Zukunft noch deutlich zunehmen“, beobachtet auch Karrierecoach Svenja Hofert.

Längst reicht es Bewerbern nicht mehr aus, allein dem Qualifikations- und Aufgabenprofil der Stellenanzeige eines Unternehmens zu entsprechen. Je mehr  Bewerber über das Unternehmen wissen, desto sicherer gehen sie zudem in Vorstellungsgespräche. Wo finden sich also interessante Infos?

Die Branche unter die Lupe genommen

Auch wenn die eigene finanzielle Existenz nicht direkt vom aktuellen Erfolg des Unternehmens abhängt: Ein detaillierter Blick in den Geschäftszweig des Unternehmens lohnt sich, vor allem bei einem Branchenwechsel. Wer branchenfremd ist, kann spätestens im Vorstellungsgespräch mit aktuellen Kenntnissen wichtige Pluspunkte sammeln. Zentrale Fragen für Bewerber:

·         Wie ist die wirtschaftliche Lage der Branche?

·         Wie positioniert sich das Unternehmen innerhalb der Branche?

·         Wie sieht es mit der Konkurrenz aus?

Umfangreiche Informationen liefern zum Beispiel Branchenverbände, Wirtschaftsinstitute oder Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften. Sinnvoll ist außerdem, die aktuelle Berichterstattung zur Branche zu verfolgen und Marktstudien zu lesen.

Im ersten Schritt reicht es bei der Recherche schon, einfach den Firmennamen zu googlen. Die ersten Treffer führen meist direkt zur Unternehmenswebseite. Svenja Hofert erklärt: „Hier sollten Bewerber darauf achten, wie sich das Unternehmen präsentiert. Oft ist das Employer Branding nicht ausgereift. Misstrauisch sollte man bei sehr mageren Informationen werden. Hübscht das Unternehmen sein Leistungsangebot und seine Marke hingegen künstlich auf und will den Bewerbern alles bieten, ist ebenso Vorsicht geboten“.

Die Suchmaschine kann aber auch viele weitere interessante Informationen zu Tage fördern, wie Produktbewertungen von Kunden oder Pressemitteilungen. Interessant ist auch die Google News-Suche. So lässt sich schnell herausfinden, ob ein Magazin oder eine Website in der letzten Zeit über das Unternehmen berichtet hat.

Harte Fakten: das Unternehmensregister
Wer ganz genau wissen will, wie es um das fokussierte Unternehmen finanziell bestellt ist, dem hilft der Blick in den elektronischen Bundesanzeiger bzw. in das Unternehmensregister. Letzteres bietet eine ideale Recherchedatenbank, da dort alle veröffentlichungspflichtigen Daten zu einem Unternehmen zusammengetragen werden.

Im Unternehmensregister finden sich so die wesentlichen Informationen zur rechtlichen und wirtschaftlichen Situation von Gesellschaften, also GmbHs oder AGs, und auch sonstigen eingetragenen Kaufleuten. Dazu gehört unter anderem die Nennung der vertretungsberechtigen Personen des Unternehmens, das Stammkapital, Jahresabschlüsse oder Änderungen und Bekanntmachungen – beispielsweise die der Insolvenzgerichte.

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