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16.03.2017

15:37 Uhr

Rocket Internet

Foodpanda im Minus – Neuer Investor für Hello Fresh

Foodpanda und Delivery Hero, die Essenslieferdienste von Rocket Internet, haben 2016 zusammen einen Verlust von 117 Millionen Euro geschrieben. Besser läuft es für Hello Fresh, das einen neuen Investor anlockt.

Der Anbieter von Kochboxen befindet sich mehrheitlich im Besitz von Rocket Internet. Nun steigt der Staatsfonds von Katar als weiterer Investor ein. obs

Hello Fresh

Der Anbieter von Kochboxen befindet sich mehrheitlich im Besitz von Rocket Internet. Nun steigt der Staatsfonds von Katar als weiterer Investor ein.

BerlinVerluste hier, ein neuer Investor dort: Zwei Beteiligungen des Berliner Startup-Investors Rocket Internet lassen aufhorchen. Die Essenslieferdienste Foodpanda und Delivery Hero schrieben 2016 zusammen einen Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 117 Millionen Euro, sagten Brancheninsider am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Zuerst hatte die „Wirtschaftswoche“ darüber berichtet.

Während Delivery Hero (Pizza.de, Lieferheld) im Kerngeschäft schwarze Zahlen schreibe, liefen die Verluste vor allem bei Foodpanda auf. Das vorwiegend in Schwellenländern aktive Unternehmen, bei dem Delivery Hero Ende 2016 mit 49 Prozent eingestiegen war, besitze aber "ein hohes Wachstumspotenzial", erklärte das Unternehmen. Rocket wiederum hält knapp 38 Prozent an Delivery.

Die Rocket-Internet-Beteiligung Hello Fresh bestätigte den Einstieg des Staatsfonds QIA aus Katar. „Wir freuen uns sehr, mit QIA einen langfristigen Staatsfonds – der sich sonst eher an großen Konzernen und börsennotierte Unternehmen beteiligt – als Investor gewonnen zu haben“, sagte der Chef des Kochbox-Anbieters, Dominik Richter, der „Wirtschaftswoche“. Demnach investierte der Fonds bei einer Finanzierungsrunde im Dezember 2016 in den Essenlieferanten.

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Die Aktien von Rocket Internet bauten am Donnerstagmittag ihre Gewinne aus und stiegen zwischenzeitlich um bis zu 4,9 Prozent auf 16,90 Euro. Das Unternehmen war zuletzt unter Druck geraten, nachdem Großaktionär Kinnevik im Februar überraschend die Hälfte seiner Anteile abgestoßen hatte.

Von

rtr

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